Pressedienstanbieter nutzt tokenlose Zwei-Faktor-Authentifizierung

Vorhandene Smartphones nutzen

Der Pressedienstanbieter United News Network GmbH (UNN) nutzt Vorhandenes, um auswärts arbeitendes Personal zu identifizieren: die Mobiltelefone dieser Mitarbeiter. Über eine tokenlose Zwei-Faktor-Authentifizierungslösung empfangen die Mitarbeiter SMS mit einem Zahlencode, der zusammen mit den persönlichen Login-Daten den User eindeutig identifiziert.

Die im Jahr 2002 gegründete UNN GmbH hat sich auf Unternehmenskommunikation im deutschsprachigen Raum spezialisiert. Basis sind die Pressedienste „PresseBox“ mit Fokus auf Informationstechnologie und Industrie sowie „lifePR“, der Lifestyle-Themen aufgreift. In beiden Portalen recherchieren Journalisten gezielt in Veröffentlichungen von Unternehmen.

Für die interne Zusammenarbeit setzt die UNN u.a. einen Terminal Server für knapp 20 außer-Haus-tätige Call Center Agents ein. Damit das Personal sich identifizieren konnte, verwendete es bislang eine Token-basierte Lösung von RSA. Nach einer kritischen Prüfung stellten die IT-Verantwortlichen jedoch fest, dass diese Lösung mittlerweile hohe Kosten für Token-Anschaffung und -verwaltung mit sich brachte.

Zwei-Faktor-Authentifizierungslösungen

Um Kosten zu sparen, eruierten die Verantwortlichen den Markt der Zwei-Faktor-Authentifizierungslösungen nach einer Alternative. Diese Systeme arbeiten mit doppelter Absicherung, da sie – wie der Name nahelegt – mehrere Faktoren bei der Identifizierung abfragen. Dazu gehören:

  • Etwas, das nur der Nutzer selbst kennt, wie z.B. eine PIN.
  • Etwas Materielles, das ausschließlich der Nutzer besitzt, wie z.B. ein Token oder USB-Stick.
  • Etwas, das untrennbar zu einem Nutzer gehört, wie z.B. die Iris des Auges.

Nur die korrekte Kombination von mindestens zwei dieser Bedingungen ermöglicht eine eindeutige Authentifizierung und damit den Login. Nach diesem Prinzip funktioniert z.B. auch das Geldabheben am Bankautomaten: Für eine erfolgreiche Transaktion benötigt der Kunde sowohl seine persönliche Bankkarte als auch seine PIN. Übertragen auf Unternehmenszwecke, wird das stete Mitführen eines solchen Tokens häufig als lästig empfunden und sorgt obendrein, wie bereits beschrieben, für beträchtliche Kosten. Denn neben der Anschaffung muss auch der Austausch im Falle des Verlorengehens oder bei Diebstahl einkalkuliert werden.

Unter den verschiedenen Lösungen für die Zwei-Faktor-Authentifizierung gefiel die des Entwicklers SecurEnvoy, da sie tokenlos arbeitet. Statt eines zusätzlichen Geräts, das die zweite Komponente zur Authentifizierung liefert, nutzt diese Software das vorhandene mobile Endgerät wie Handy, Smartphone, Tablet, Note- oder Netbook.

Schließlich installierte die Flow7 GmbH, IT-Dienstleister im Microsoft-Umfeld, die Lösung bei der UNN GmbH. Der Wechsel wurde parallel zur auslaufenden Verwendung des alten Systems vorbereitet und zum Stichdatum technisch in knapp acht Stunden umgesetzt.  

Code per SMS

Es kommt ein Windows-Login-Agent zum Einsatz, d.h. die Mitarbeiter melden sich mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung am Desktop des Terminalservers an. Dazu benötigen sie persönliche Zugangsdaten sowie den sechsstelligen Passcode, den sie per SMS auf ihr Mobiltelefon erhalten. Auf diese Weise kann sich das Personal zweifelsfrei identifizieren und auf das Netzwerk zugreifen. Ist ein Passcode eingegeben worden, verfällt er automatisch; er ist nur einmal nutzbar. UNN hat sich außerdem für Flash-Aktualisierung der SMS entschieden, was gewährleistet, dass keine bereits verwendeten Zahlenfolgen auf dem Gerät verbleiben.

Entscheidungsträger wie auch das IT-Team der UNN GmbH empfinden den Umstieg als Erleichterung im Vergleich zum vorherigen System. „Wir sind zufrieden, da die Lösung zum einen einfach zu bedienen ist und zum anderen wesentlich zur Kosteneinsparung beiträgt“, kommentiert Rainer Kölmel, Geschäftsführer der UNN GmbH. „Statt zusätzlicher Token-Investitionen nutzen wir mit den Mobiltelefonen bereits vorhandene Geräte, die die Mitarbeiter außerdem ohnehin meist bei sich führen. Zudem ist das Modell zukunftssicher und je nach Anforderungen skalierbar, da nur die zeitlich befristete Lizensierung Grenzen steckt.“


United News Network GmbH (UNN):

  • Gründung: 2002
  • Sitz: Karlsruhe
  • Branche: Presse / Unternehmenskommunikation / PR-Arbeit


Tokenlose Authentifizierung:
Bei der tokenlosen Authentifizierung benötigt der Anwender keine zusätzliche Hardware. Stattdessen setzt er z.B. sein vorhandenes Mobiltelefon ein.

Sicherheitstoken:
Eine Form der Zwei-Faktor-Identifizierung arbeitet mit sogenannten Token. Das können Hardware-Komponenten wie z.B. USB-Sticks oder Smartcards sein. Alternativ lassen sich entsprechende Chips in Gegenstände wie beispielsweise Schlüsselanhänger einbauen. Sie werden als „Benutzerausweise“ zur Absicherung von Transaktionen eingesetzt. Dazu zeigen manche Typen z.B. eine Zahlenkombination auf einem integrierten Digitaldisplay an. Diese Kombination plus PIN des Besitzers erlaubt die Authentifizierung.



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