06.07.2017 Stadtkampagne: VR und App mit iBeacon

VR-Flugsimulation über das historische Ulm

Die Interactive Media Foundation hat gemeinsam mit der Stadt Ulm eine besonder Stadtkampagne entwickelt: Mit einer Virtual-Reality-Flugsimulation, einem Multimedia-Live-Event sowie einem iBeacon- und App-basierten 3D-Hörerlebnis durch das Münster.

Stadtkampagne „Ulm Stories“ von Interactive Media Foundation

Bei der Stadtkampagne „Ulm Stories“ von Interactive Media Foundation, kommt Birdly zum Einsatz.

Das Kreativ-Projektbüro Interactive Media Foundation (IMF) zeigt mit „Ulm Stories“, wie Geschichte mit neuen technischen Möglichkeiten zum Leben erweckt werden kann: virtuell fliegend, hörend, sehend, staunend. Das gemeinsam mit der Stadt Ulm und der Münstergemeinde Ulm entwickelte und finanzierte Projekt ist Teil der Initiative „Zukunftsstadt Ulm 2030“, mit der Ulm digitale Anwendungen stärker in den Fokus und Alltag bringen möchte.

Die IMF hat dafür drei Bausteine konzipiert und gemeinsam mit Projektpartnern umgesetzt:

VR-Experience: Mit einem Ganzkörper-Flugsimulator durch das Ulm im Jahr 1890 fliegen

Die IMF bringt den Ganzkörper-3D-Flugsimulator der Schweizer Firma Somniacs erstmals nach Deutschland. Intuitiv steuert man durch Flügelschlag und -stellung Geschwindigkeit und Richtung des eigenen Flugs durch die Ulmer Altstadt von 1890. Ein Virtual-Reality-Erlebnis, das durch Echtzeit-Rendering, dreidimensional-räumlichen Sound und echten Flugwind zu einer spektakulären Zeitreise wird. Die Ulm-Experience ist die weltweit erste realitätsgetreue Flug-Umgebung für den Birdly. Für die Akustik- und Sounduntermalung des Flugs wurden die Hörspiel- und Filmmusik-Spezialisten Wittmann/Zeitblom engagierte. Für das User Experience Design und die technische Umsetzung brachte die IMF die Hamburger Digitalagentur Demodern ins Spiel.

Demodern hat das Ulm von 1890 mit 2.000 historischen Gebäuden sowie 6.000 weiteren Objekten wie Bäumen, Tieren, Stegen in naturgetreuem Maßstab detailliert in 3D nachgebaut. Highlights sind das Ulmer Münster, das kurz vor seiner Vollendung steht und noch immer der höchste Kirchturm der Welt ist, sowie markante Gebäude wie beispielsweise das Rathaus, Einsteins Geburtshaus oder eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Synagoge. Ein Quadratkilometer Stadtszenerie kann so bis zu 170 Meter Höhe durchflogen werden.

„Das Fliegen fühlt sich so echt an, dass die Technologie, die diese Illusion ermöglicht, völlig in den Hintergrund tritt. Demodern hat unsere Vorgaben auf Basis unserer recherchierten historischen Quellen perfekt umgesetzt“, sagt Diana Schniedermeier, Managing Director der Interactive Media Foundation. „Wir hauchen den während der Weltkriege zerstörten Denkmälern Ulms wieder Leben ein – in VR. Ein technisch anspruchsvolles Projekt so umzusetzen, dass nicht nur ein angenehmes Flugerlebnis für den Nutzer entsteht, sondern auch die Szenerie naturgetreu nachempfunden werden kann, war für uns eine echte Herausforderung. Dass uns dies gelungen ist, davon kann sich bald jeder selbst
überzeugen“, freut sich Alexander El-Meligi, Managing Partner und Standortleiter Hamburg von Demodern.

Resonanzen: Audiovisuelle Konzert-Performance im Ulmer Münster

Spektakulär wird es in Ulm am Abend des 14. Juli 2017 bei der Auftaktveranstaltung von „Ulm Stories“: Die Interactive Media Foundation lädt gemeinsam mit der Ulmer Münstergemeinde zu einer audiovisuellen Konzert-Pperformance ein. Acht Hochleistungsbeamer verwandeln dann das mächtige Mittelschiff in eine über 4.000 Quadratmeter große dynamische Videoinstallation. Eine Komposition für Elektronik, Percussion und Orgel untermalt akustisch.

Stimmen des Münsters: Das dreidimensionale Hörerlebnis

Das Ulmer Münster hat viel zu erzählen. Das Wahrzeichen birgt einen Schatz spannender Geschichten. Eine App der IMF lässt diese Geschichten erlebbar werden. Für die Besucher vor Ort wurden über 60 iBeacons (bluetooth-gesteuerte Sensoren) in der Kirche angebracht, um die Audioszenarien intuitiv erlebbar zu machen. „Wir wollten etwas Besonderes bieten: Keine normale App und keinen Audioguide. Während Nutzer mit aktivierter App durch das Münster schlendern, hören und erleben sie atmosphärisch dicht inszenierte Kapitel“, erklärt Diana Schniedermeier.

Die Geschichten und die binaurale (dreidimensional-räumliche) Sound-Gestaltung versetzen die Besucher in andere Zeiten und mitten in das Geschehen. Das Erzählte kann über die Informationsebene der App vertieft werden. Konzipiert wurde die App von Miiqo Studios. Wittmann/Zeitblom entwickelte die elf szenischen Geschichten. Die Programmierung erfolgte durch Dorian Roy und Tom Kombüchen.

Die App „Ulm Stories – Stimmen des Münsters“ ist für iOS und Android im jeweiligen Store downloadbar. Im Ulmer Münster stehen Leihgeräte und Kopfhörer zur Verfügung.

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