Neues aus der Akku-Forschung
Viele Smartphones schaffen im Dauerbetrieb höchstens zehn Stunden ohne Steckdose. Doch dies gilt nur für die extrem teuren Highend-Geräte. Billig-Smartphones machen teilweise schon deutlich früher schlapp, da auch am Akku gespart wird Außerdem gibt es zahlreiche Apps, die kräftig Strom saugen, da sie zum Beispiel regelmäßig Daten via Internet senden und empfangen.
Die Mobilgemeinde wartet sehnsüchtig auf den Killerakku. Bei den Herstellern gibt es bestenfalls kleine Verbesserungen durch geschicktes Ausnutzen des vorhandenen Platzes. Und ein Blick in die Akkuforschung zeigt, dass der Weg zu marktreifen Produkten lang und steinig ist.
Ein erster Ansatzpunkt für Verbesserungen ist die vorhandene Lithium-Ion-Akkutechnik. Hier ist immer noch ein teilweise deutlicher Fortschritt möglich, der aber bisher vorwiegend im Labor funktioniert. So ist es Wissenschaftlern der University of California in San Diego
gelungen, mit optimierten Algorithmen die Ladezeit der Akkus zu halbieren - eine gute Nachricht für Eilige.
Doch nicht nur die Aufladezeit kann verringert werden, auch die Energiedichte der Akkus ist verbesserungsfähig. Am Institut für Nanotechnologie des Karlsruher Instituts für Technologie wird mit neuen keramische Nanostrukturen
experimentiert, die zu einer erhöhten Akkukapazität führen können.
Doch Lithium ist nicht der einzige Kandidat für Akku-Material. In Jena
entsteht zurzeit das "Zentrum für Energie und Umweltchemie (Center for Energy and Environmental Chemistry Jena - CEEC Jena)", ein gemeinsames Projekt der Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und dem Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS.
Die Forscher wollen dort kleine, leistungsfähige Akkus auf Basis von Keramik und Kunststoffen entwickeln. Sie sollen in kürzester Zeit aufgeladen werden können und ein Gerät danach stundenlang mit Strom versorgen.
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