Die vielfältigen Einsatzgebiete des Elektro- und Heiztechnikherstellers Stiebel Eltron bedingen eine flexible Software-Architektur über fast alle Mainstream-Plattformen und -Geräte hinweg.
Mit den Herausforderungen zu vieler heterogener Systeme bei der digitalen Partnerunterstützung kämpfte Stiebel Eltron, Hersteller im Bereich Haus- und Systemtechnik, und entschied sich 2012 für einen Radikalschlag: Alle relevanten Tools, wie z.B. Berechnungs-, Dimensionierungs- oder Auslegungsprogramme, wurden in einem modernen und einheitlichen Interface zusammengeführt und dem Innen- und Außendienst zur Verfügung gestellt.
Anhand dieser Herausforderungen wurde eine Reihe an Zielsetzungen erarbeitet, die mit der Entwicklung der App-Plattform bei möglichst effizientem Mitteleinsatz erfüllt werden mussten:
Für die Realisierung dieser Ziele holte sich Stiebel Eltron die Full-Service-Agentur Neoskop zur Hilfe. Für das inhabergeführte Unternehmen aus Hannover galt es, bei der Umsetzung der App-Plattform zwei unterschiedliche Facetten zu berücksichtigen: Auf der technischen Seite stand die Entwicklung eines modernen Multi-Plattform-Frameworks. Hinzu kam als organisatorische Komponente die Konzeption eines dreistufigen Plans, der die Einführung der Lösung strategisch mit den Unternehmensressourcen abgleicht.
Stiebel Eltron entschied sich für ein web-basiertes App-Framework. Neoskop sorgte für Konzept und Umsetzung. Das daraus entstandene Framework besteht aus den folgenden vier Modulen:
Auf Basis dieser Architektur wurden 2013 in der ersten Stufe die wichtigsten Anwendungen für Hauptmarkt und -marke entwickelt. Dies beinhaltet die Anwendungen „Wärmepumpen-Navigator“, „Warmwasser-Navigator“, „Heizlast-Rechner“ und „Schaltplanfinder“ für die Marke „Stiebel Eltron“.
In Stufe zwei wurde eine Erweiterung auf Ländergesellschaften („Wärmepumpen-Navigator CH“) und Tochtermarken („Warmwasser-Guide“ für AEG, „Schaltplanfinder“ für Tecalor) sowie die Unterstützung weiterer Plattformen (Android und Windows Phone) umgesetzt. Diese Stufe endete mit dem Rollout der Windows-Apps, welche als Teilprojekt gemeinsam mit Mircosoft im „Microsoft Application Acceleration Program“ realisiert wurden.
Seit Jahresanfang entsteht in einer dritten Stufe die „Toolbox“, welche als „One Stop Portal“ alle Anwendungen gesammelt anbieten wird. Weiterhin dient sie als Basis für die Entwicklung umfangreicherer Anwendungen, die geschäftskritische Prozesse ablösen werden.
Der Erfolg des umfangreichen Projektes zeigt sich nicht nur in der effizienten Nutzung der Anwendungen im Arbeitsalltag von Stiebel Eltron und Partnern, sondern in diesem Jahr auch durch die Verleihung des „Best Of Mobile Awards“ für die beste B2B-Lösung (Enterprise Technologies & Platforms).
Stiebel Eltron
Firmengründung: 1924 durch Dr. Theodor Stiebel in Berlin
Mitarbeiter: ca. 3.000 weltweit
Standorte: Zwei Werke in Deutschland – Holzminden und Eschwege sowie drei internationale Fertigungsstätten. 24 Tochtergesellschaften sowie Handelsvertretungen, Vertriebsorganisationen und Vertretungen in über 120 Ländern.
Umsatz: rund 460 Millionen Euro (2013), davon rund 40 Prozent
im Ausland
Bildquelle: Neoskop