Das hört sich in der Theorie gut an. Die Frage stellt sich jedoch, wie realistisch dieses Vorgehen sein kann?
Denn zunächst wäre zu klären, wer aus welchen Fachabteilungen überhaupt an solch einer Runde teilnehmen darf (oder muss). Zudem müssten die Teilnehmer grundlegend die gleichen Ziele verfolgen und schließlich müssten die Verantwortlichen zur Umsetzung der strategischen Durchgängigkeit bestimmt werden – IT? Geschäftsführung? Bereichsleiter?
Zusammengenommen wohl eine ziemliche Herkulesaufgabe: Es beginnt mit den unterschiedlichen Interessen der Abteilungen. Wenn der Vertrieb mal eben – wie dem Vernehmen nach wohl mehr als einmal vorgekommen – 100 oder 1.000 Tablets bestellt, um dann nicht so recht zu wissen, was damit zu tun ist, hat das wenig mit strategischer Weitsicht zu tun.
Es geht weiter damit, dass in Zeiten der massenhaften Verbreitung mobiler Endgeräte heute viele Mitarbeiter glauben, sich bestens mit den entsprechenden Technologien auszukennen. Dies mag bezogen auf ein bestimmtes Endgerät oder Betriebssystem so sein, lässt jedoch den Unternehmensansatz weitgehend außen vor – wobei die IT in diesem Zusammenhang häufig gar als Verhinderer wahrgenommen wird. Und es endet damit, dass die Hersteller immer schneller an der Innovationsschraube drehen, um sich gegenseitig auszustechen, so dass Entscheidungsträger stets befürchten müssen, Geld für etwas zu verbrennen, das kurze Zeit später bestenfalls als Altware gilt.
Wer also strategische Weitsicht von den Anwendern fordert, muss seine Produkte und Services ebenso weitsichtig vertreiben. Es kann nicht sein, dass Technologien, die auf Anwenderkonferenzen als die Offenbarung schlechthin präsentiert werden, zwei (!) Monate später als Schnee von gestern aufgekündigt werden. Und auch das haben wir in der Redaktion bereits live erfahren...
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