11.09.2017 Manufacturing-Vision-Studie von Zebra

Welche Rolle spielen Wearables in der Fertigung?

Zebra Technologies Corporation, Anbieter von Hardware-, Software- und Analytics-Lösungen für Echtzeittransparenz in Unternehmen, hat die Ergebnisse seiner „Manufacturing Vision Studie 2017“ vorgestellt. Die Studie untersuchte, welche aktuellen Trends die Zukunft der industriellen Fertigung prägen werden.

Viele Fertigungsunternehmen planen die Einführung von Wearables bis 2022.

Fertigungsunternehmen werden laut der Zebra-Studie Industrie 4.0 und den Wandel zur „Smart Factory“ weiter vorantreiben.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass Fertigungsunternehmen das Industrial Internet of Things (IIoT) insbesondere zur Verbesserung der Produktqualität sowie zur Erhöhung der Transparenz ihrer Betriebsabläufe nutzen wollen.

Die Globalisierung, stärkerer Wettbewerb und steigende Kundenanforderungen erfordern eine zunehmende Vernetzung von Fabriken – auch die befragten Fertigungsunternehmen erkennen diese Notwendigkeit. Wie aus der Studie hervorgeht, wird die Zahl der Hersteller mit vollständig vernetzten Fabriken in den nächsten fünf Jahren deutlich steigen.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • Fertigungsunternehmen werden Industrie 4.0 und den Wandel zur „Smart Factory“ weiter vorantreiben. Mithilfe von RFID (Radio Frequency Identification), Wearables, automatisierten Systemen und neuen Technologien werden Mitarbeiter die physischen Abläufe in Fabriken überwachen. Auf diese Weise können Unternehmen dezentral Entscheidungen treffen. Bis 2022 erwarten 64 Prozent der Produktionsunternehmen die vollständige Vernetzung ihrer Fabriken, gegenwärtig sind dies nur 43 Prozent.
  • Die Hälfte der Fertigungsunternehmen plant die Einführung von tragbarer Technologie bis 2022. 55 Prozent der Unternehmen, die Wearables bereits nutzen, wollen deren Einsatz in den nächsten fünf Jahren weiter ausbauen.
  • Manuell ausgeführte Prozesse werden deutlich abnehmen. Heute nutzen noch 62 Prozent Stift und Papier, um wichtige Produktionsschritte zu kontrollieren. Laut der Studie wird bis 2022 nur noch jedes fünfte Unternehmen auf diese Weise vorgehen, da die Nutzung von Stift und Papier zur Nachverfolgung laufender Arbeiten ineffizient und fehleranfällig ist.
  • Führungskräfte in allen Regionen nannten Qualitätssicherung als Top-Priorität für die nächsten fünf Jahre. Zukunftsorientierte Unternehmen setzen auf hochwertige Produkte, um Wachstum, Durchsatz und Profitabilität zu verbessern. Sie sind dabei zuversichtlich, dass Verbesserungen auf Hersteller- und Zuliefererseite die Qualität der fertigen Produkte steigern werden: Nur 34 Prozent erwarten, dass 2022 Qualitätsprobleme ihre Hauptsorge sein werden.
  • Die Mehrheit der befragten Hersteller ist überzeugt, dass Investitionen in die Transparenz von Betriebsabläufen das Unternehmenswachstum fördern. Für 63 Prozent liegt dabei der Fokus auf Tracking durch eine Kombination verschiedener Technologien (z.B. Barcodes, RFID und Echtzeitortungssysteme).
  • 51 Prozent der befragten Unternehmen planen, die Nutzung von Sprachtechnologie in den nächsten fünf Jahren auszubauen. Dabei erwarten die größten Unternehmen (mit einem Umsatz von mehr als 1 Mrd. Dollar pro Jahr) die höchste Zunahme bei der Nutzung: Von ihnen planen 55 Prozent, im Jahr 2022 Sprachtechnologie einzusetzen.

Regionale Ergebnisse:

  • Die Nutzung von On-Demand-, Cloud- und Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) für Manufacturing-Execution-Systeme (MES) wird voraussichtlich rasant zunehmen. 58 Prozent der befragten Entscheidungsträger aus Nordamerika schätzen, dass sie diese Dienste bis 2022 nutzen werden.
  • 54 Prozent der europäischen Hersteller plant bis 2022 den Einsatz von Echtzeitortungslösungen, um wichtige Daten zu Unternehmensgütern zu sammeln, etwa deren Standort, Zustand und Produktionsstufe.
  • Etwa die Hälfte der Hersteller aus Lateinamerika (51 Prozent) und der Asien-Pazifik-Region (48 Prozent) plant, bis 2022 RFID zur Optimierung der Produktion zu nutzen.
  • Für 58 Prozent der befragten lateinamerikanischen Hersteller ist die Verbesserung der Qualitätssicherung die Top-Priorität der nächsten fünf Jahre.
  • Um Produkte auf Abruf zu liefern, setzen Unternehmen immer stärker auf Zulieferer, anstatt die Materialien vor Ort zu lagern. Just-in-Time-Lieferungen (JIT) werden voraussichtlich in Lateinamerika (42 Prozent) und der Asien-Pazifik-Region (40 Prozent) am weitesten verbreitet sein.

Im Auftrag von Zebra Technologies befragte Peerless Insights 1.100 Entscheidungsträger mit Einfluss auf den Kauf von Fertigungstechnologien aus Nord- und Lateinamerika, Europa und der Asien-Pazifik-Region. Die Online-Studie wurde im ersten Quartal 2017 durchgeführt und deckte unterschiedliche Branchen ab, darunter die Auto-, High-Tech-, Tabak- und Pharma-Industrie sowie die Lebensmittel- und Getränkebranche.

Bildquelle: Zebra

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