Während der CeBIT 2015 testen Besucher die Virtual Reality Datenbrille "Oculus Rift". Foto: Ole Spata
Virtuelle Realität verkauft sich doch nicht so gut: Die zu Facebook gehörende Firma Oculus senkt wieder mal die Preise für die VR-Brillen massiv. Im Anbetracht der letzten Meldungen zur Virtuellen Realität deutet dies eher auf Verzweiflung hin, wie man VR endlich an den Kunden bringen kann.
In einer auf mehrere Wochen (sic!) begrenzten Aktion gibt es die Oculus Rift und Controller zur Steuerung seit Montag für 399 Dollar in den USA und 449 Euro hierzulande zu kaufen. Das sind noch einmal rund 200 Dollar bzw. Euro weniger als zuletzt und damit ist das Paket für die Hälfte des Startpreises im vergangenen Jahr zu haben. Im Frühjahr hatte Oculus den Preis bereits dauerhaft gesenkt.
Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg zeigt sich immer wieder überzeugt, dass virtuelle Realität, bei der Nutzer in künstliche digitale Welten eintauchen können, ein großes Potenzial hat. Neben Spielen sieht er Bildung und zum Beispiel den Verkauf von Reisen oder das Immobiliengeschäft als mögliche Anwendungen.
Zuckerberg kaufte Oculus, einen Pionier bei VR-Brillen, vor über drei Jahren für rund zwei Milliarden Dollar und Facebook investierte danach auch massiv, um die Rift zur Marktreife zu bringen.
VR-Brillen blieben jedoch eines breiteren Angebots von Geräten mit Konkurrenzmodellen wie die Vive von HTC und Sony Playstation VR ein Nischengeschäft. Und Oculus liegt dabei laut Marktforschern deutlich hinter den Rivalen zurück. So kam Sony nach Berechnungen der Analysefirma IDC im ersten Quartal bei insgesamt knapp 2,3 Millionen weltweit verkauften VR-Brillen auf einen Marktanteil von 18,8 Prozent. HTC mit der Vive sahen die Analysten bei 8,4 Prozent und Facebook bei 4,4 Prozent.
Die Preisaktion von Oculus heißt auch Spekulationen an über eine neue Generation der Rift-Brille, die zum Weihnachtsgeschäft angekündigt werden könnte.
mit Material der dpa/rs