06.10.2017 Smart Home Index 2017

Wie verbreitet ist das Smart Home in deutschen Haushalten?

Eine aktuelle Befragung zeigt: Das Smart Home ist in Deutschland noch nicht im Massenmarkt angekommen.

  • Wie verbreitet ist das Smart Home in Deutschland?

    Wie verbreitet ist das Smart Home in Deutschland?

  • Wie verbreitet ist das Smart Home in Deutschland?

    Die Smart-Home-Verbreitung in einzelnen Segmenten und präferierte Angebotsmerkmale.

Das Innovationszentrum Connected Living e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Mücke, Sturm & Company GmbH in einer Studie knapp 1.000 Teilnehmer zur Verbreitung und dem Stand der Technologie von smarten Geräten in deutschen Haushalten befragt. Demnach kennen 80 Prozent der Befragten zwar den Begriff Smart Home, 40 Prozent besitzen jedoch kein smartes Gerät.

Smart-Home-Nutzer verfügen im Durchschnitt über intelligente Geräte aus 4,1 von insgesamt 19 Produktgruppen, wobei derzeit Lösungen aus den Segmenten Entertainment und Energie am häufigsten eingesetzt werden. Betrachtet man die Smart-Home-Verbreitung nach Altersgruppen, zeigt sich, dass 85 Prozent der sogenannten Digital Natives zwischen 25 und 34 Jahren mindestens ein smartes Gerät im Haushalt installiert haben, wohingegen nur 59 Prozent der Digital Immigrants im Alter zwischen 45 und 54 Jahren Smart Home-Nutzer sind.

Um in Zukunft den Durchbruch von Smart Home in Deutschland zu verwirklichen, muss insbesondere eine höhere Balance aus Verbreitung und Technologie angestrebt werden. „Wirklich smart ist das Zuhause erst, wenn die Vielfalt an smarten Produktgruppen im Haushalt zunimmt. Denn nur durch die Vernetzung der Geräte untereinander entstehen echte Vorteile“, so Michael Mücke, Vorstandsmitglied von Connected Living und Geschäftsführer von Mücke, Sturm & Company.

Kaufabsicht für smarte Produkte

Sowohl das Interesse, als auch die Kaufabsicht ist bei den Smart-Home-Nutzern, die über mindestens sechs smarte Produktgruppen verfügen, am höchsten. 60 Prozent dieser Nutzer geben an, Interesse an weiteren Produkten zu haben, 25 Prozent beabsichtigen sogar den Kauf weiterer Geräte. Bei den Nichtnutzern fällt der Anteil wesentlich geringer aus: Nur 40 Prozent interessieren sich für Smart Home und lediglich vier Prozent befinden sich in der konkreten Kaufplanung.

Es zeigt sich, dass Nutzer, die über Geräte aus mindestens einer Produktgruppe verfügen und die Mehrwerte der Lösungen bereits erfahren haben, eine höhere Motivation aufweisen, ihr Smart Home mit zusätzlichen Anwendungen zu erweitern. Für Anbieter bedeutet dies, dass sie mit Erlebniswelten am Point of Sale und attraktiven Einstiegspaketen die Mehrwerte der Angebote transparent kommunizieren müssen, um über diesen Einstiegspunkt die Nutzer zu binden und zur Erweiterung ihres Smart Homes durch den Kauf weiterer Produkte zu bewegen.

Datensicherheit ist wichtige Eigenschaft

Ferner wurden in der Studie die wichtigsten Eigenschaften von Smart-Home-Lösungen aus Endkundensicht abgefragt. Einfache Bedienung und Datensicherheit liegen bei allen Haushaltssegmenten an erster Stelle. Für Nichtnutzer sind zudem die Aspekte Installation und Wartungsservices wichtig, wohingegen Nutzer Kompatibilität und Design als „perfektes Angebot“ schätzen.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock; Innovationszentrum Connected Living e.V.

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