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Windows mit Android fernsteuern

Die Remote-Desktop-Funktion von Windows wird häufig unter die Kategorie "Fernwartung" einsortiert. Doch die Funktion ist deutlich flexibler, als der Haupteinsatzzweck denken lässt.

Windows mit Android fernsteuern

Mit der Remote-Desktop-Funktion von Windows werden zwei Computer über ein Netzwerk oder das Internet miteinander verbunden. Dabei gibt es einen "Sender" und einen "Empfänger". Sobald die Verbindung aufgebaut ist, wird der Desktop des Senders auf dem Bildschirm des Empfängers angezeigt. Nun kann der Anwender auf dem Empfänger-Computer die Windows-Oberfläche des Sende-Computers so benutzen, als säße er selbst an diesem PC.

Diese ausführliche Beschreibung zeigt schon den Witz einer Remote-Desktop-Funktion: Via Tablet kann mit dem Windows-Computer gearbeitet werden, ohne dass er in der Nähe sein muss. Die Funktion ist inzwischen dank des weithin ausgebauten Hochgeschwindigkeits-Internets zum Beispiel recht gut für das Homeoffice zu nutzen. Unter Android gibt es eine Vielzahl an entsprechenden Apps, die am besten auf dem Tablet funktionieren, aber auch auf dem Smartphone nutzbar sind.

Die kostenlose App PocketCloud Remote RDP/VNC ist eine sehr günstige Einsteigerlösung, die in Windows oder Mac OS eingebaute Funktionen für Remote Desktops nutzt. Auf dem PC, auf den zugegriffen werden soll, muss keine zusätzliche Software installiert sein. Es ist lediglich notwendig, die Remote-Destop-Funktionen in Windows zu aktivieren. Außerdem müssen sich der Rechner und der Androide im selben Netzwerk (WLAN) befinden.

Für die Verbindung sind lediglich die IP-Adresse, der Windows-Benutzername und das Windows-Kennwort nötig. Diese rasche Einsatzbereitschaft wird allerdings mit einigen Einschränkungen erkauft. So kennt die kostenlose PocketCloud lediglich eine Standardauflösung für den Remote-Desktop und meldet den aktuellen Benutzer auf dem Windows-Rechner ab.

Das ist recht lästig, aber angesichts des Funktionsumfangs zu verschmerzen. So gibt es einen speziellen Touch-Cursor, mit dem der Mauszeiger gesteuert und Klicks oder Doppelklicks ausgelöst werden können. Darüber hinaus bietet eine erweiterte Tastatur auch Sonder- und Funktiontasten.

Deutlich mehr Komfort und Audio/Video-Konferenzen mit allen angeschlossenen PCs benötigt, sollte zu Teamviewer greifen. Das nur für den privaten Einsatz kostenlose Tool besteht aus zwei Modulen: Auf dem Windows-PC muss die Teamviewer-Vollversion und auf dem Androiden die entsprechende App installiert werden.

Dank der integrierten Team-Funktionen können auch weitere Computer, Smartphones und Tablets Remote-Desktops und Video-Meetings benutzen. Es muss lediglich die entsprechende Anwendung installiert werden. Die entsprechenden Clients gibt es für Windows, MacOS, Linux, Android und iOS.

Während der Teamviewer eher für den Business-Einsatz optimiert ist, richten sich Splashtop Remote Desktop und Splashtop Remote Desktop HD ehe an Anwender, die sehr viel Wert auf Multimedia (und Gamnes) legen. Die App ist nicht kostenlos, besitzt aber einen kostenlosen Stream-Client für Windows, der Audio und Video in hoher Qualität übertragen kann.

Bildquelle: Winternitz (ddr-ram) / pixelio.de

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