Managed SD-WAN bietet Resilienz im Weitverkehrsnetz
Fallen Kommunikationsverbindungen aus, wird oftmals auch die Produktion beeinträchtigt, im schlimmsten Fall kommt es sogar zu Produktionsausfällen. Zwangsläufig führt dies zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden. Redundanzen bieten Schutz vor Kommunikationsausfällen, sind jedoch kostspielig und werden meistens nicht produktiv genutzt. Geht das auch anders?

Der Begriff Resilienz lässt sich aus der Psychologie hervorragend in die IT übertragen und bezeichnet damit die Fähigkeit eines IT-Systems, sich an veränderte Gegebenheiten anpassen zu können und dadurch eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Systemausfälle vorzuweisen. Diese Fähigkeit lässt sich nutzen, um Kommunikationsnetze mit höherer Verfügbarkeit bereitzustellen, ohne monatlich exorbitant viel Geld für nicht genutzte Backup-Leitungen zu zahlen.
Verfügt ein Unternehmensstandort über nur eine Netzwerkverbindung nach außen, kann auch die beste Systemtechnik bei einem Ausfall dieser Kommunikationsverbindung nichts ausrichten. Das eingangs beschriebene Szenario tritt zwangsläufig ein und es bleibt nur zu hoffen, dass der Kommunikationsanbieter die Verbindung schnellstmöglich wiederherstellt. Im ungünstigen Fall dauert „schnellstmöglich“ leider etwas länger.
Um die Folgen eines Kommunikationsausfalls zu mildern, sind redundante Anbindungen erforderlich. Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, doch meist ist – je nach Anwendungsfall – die Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll:
Durch den aktiven Betrieb aller verfügbaren Leitungen (unter Beachtung der Verbindungskosten) lassen sich die Redundanzkosten auf ein erträgliches Maß absenken. In Summe verfügt dann jeder Standort im Regelbetrieb über die erforderliche Bandbreite. Fällt eine Verbindung aus, reduziert sich zwar die bereitstehende Bandbreite, der Standort bleibt jedoch weiterhin erreichbar.
Ein SD-WAN ist in der Lage, den Datenverkehr aktiv zu steuern. In Abhängigkeit der momentan zur Verfügung stehenden Kommunikationsverbindungen und deren Qualität wird die für die jeweilige Applikation am besten geeignete Verbindung ausgewählt und der Datenverkehr entsprechend geroutet. Degradiert eine Verbindung oder fällt sie gar aus, kann ein SD-WAN im Rahmen der festgelegten Policies einen Ersatzweg nutzen. Die Umschaltung kann auch während einer laufenden Session erfolgen, so dass diese im günstigsten Fall vom Anwender nicht einmal bemerkt wird.
Schlussendlich sind die erforderlichen Überlegungen simpel: Welche Folgen entstehen beim Ausfall einer Kommunikationsverbindung und wieviel kostet es das Unternehmen für welchen Zeitraum? Wie lange kann sich das Unternehmen einen Ausfall leisten? Und welche Kosten fallen an, wenn Redundanzen geschaffen werden, die die Folgen abmildern?
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