Böswillige Hacker arbeiten rund um die Uhr daran, ein Schlupfloch in traditionellen Sicherheitsmethoden zu finden. Es schien immer so, als wären sie nicht aufzuhalten. Aber dann trat die Crowdsourced Cybersecurity in den Fokus.

Da böswillige Hacker rund um die Uhr ihr Unwesen treiben, muss Cybersicherheit Schritt halten, indem sie ständig nach neuen Schwachstellen in der Angriffsoberfläche sucht. Crowdsourced Cybersecurity ist bereits seit einiger Zeit ein Thema, da kontinuierliche Sicherheitstests herkömmlichen Methoden wie Pentests und Scanner überlegen ist.
In seinem Ethical Hacker Insights Report befragte Intigriti über 1.700 Ethical Hacker hierzu und stellte fest, dass ständige Sicherheitstests nach Meinung der meisten ein Muss sind. 90 % der Befragten stimmten zu, dass „Pentests keine dauerhafte Garantie dafür bieten können, dass Unternehmen 365 Tage im Jahr geschützt sind“.
Warum sind sich so viele Experten einig, dass eine der bewährtesten Methoden der Cybersicherheit nicht ausreicht, um Unternehmen zu schützen? Inti De Ceukelaire, Head of Hackers bei Intigriti, kommentiert diese immer populärere Meinung:
„Penetrationstests konzentrieren sich auf einen Snapshot, während Bug-Bounty-Programme ständig arbeiten. Da die Angreifer ihre Taktik ändern, muss sich auch die Cyberabwehr anpassen. Die einzige Möglichkeit, die Wirksamkeit zu testen, besteht darin, ständig Druck auf sie auszuüben. Berücksichtigt man, dass sich die Sicherheitslage eines Unternehmens mit jedem neuen Feature-Release oder Update ändert, ist es nicht nur logisch, mehr Sicherheitstests zu implementieren, sondern auch entscheidend.“
Crowdsourced Cybersecurity bietet eine robuste, dauerhafte Sicherheitslösung, die bei Unternehmen und auch bei Ethical Hackern immer beliebter wird. Tatsächlich gaben 96 % der im Ethical Hacker Insights Report von Intigriti befragten Forscher an, dass sie in Zukunft mehr Zeit für Bug-Bounty-Hunting aufwenden wollen. 66 % ziehen dies sogar in Vollzeit in Betracht.
Das heißt, zukünftig werden mehr Bug-Bounty-Programme eingesetzt. Eine gute Nachricht für Unternehmen, die „von Natur aus“ im Visier böswilliger Hacker stehen. Viele Unternehmen profitieren so bereits von einem besseren Schutz der Angriffsoberfläche.
Dieser Bericht hat die Motive der Befragten untersucht und herausgefunden, dass der größte Anreiz für Bug-Bounty-Hunting in Vollzeit Geld ist – 48 % der Befragten gaben an, dass dies ihre wichtigste Motivation ist. Dicht gefolgt vom Wunsch, der eigene Chef zu sein und sich die Arbeitszeit selbst einteilen zu können – 45 % der Befragten nannte beide Punkte als attraktiv. Bildung ist ein weiteres wichtiges Motiv. 78 % der Befragten sagten, dass sie durch Bug-Bounty-Hunting am besten lernen konnten, während nur 8 % in einem offiziellen Bildungsumfeld mehr gelernt haben.
Der Bericht bietet viele weiterer Einblicke in den Stand der Cybersicherheit, die Motive und das Denken dieser globalen Gemeinschaft sowie in wachsende Trends, die Cybersicherheitstests zum Positiven verändern.