Auch wenn es kein Patentrezept gibt, tragen viele kleine Maßnahmen dazu bei, die Sicherheit von Unternehmen deutlich zu erhöhen. Zwar wissen Unternehmen, wie entscheidend eine umfassende Cybersicherheit für ihren geschäftlichen Erfolg ist, doch viele reagieren erst nach einem Sicherheitsvorfall. Die Errichtung einer effektiven Sicherheitsbarriere ist deshalb der grundlegende Schritt, um sich gegen die wachsende Gefahr immer ausgefeilterer Phishing-Angriffe abzusichern. Mit Maßnahmen in sechs Schlüsselbereichen können Unternehmen bereits einen wirksamen Schutz vor Cyberkriminalität aufbauen.

So ist die Einführung von einheitlichen Konfigurationsstandards eine wichtige erste Instanz für die Schaffung eines grundlegenden Sicherheitsniveaus. In Verbindung mit regelmäßigen Konformitätsprüfungen gewährleisten sie, dass wirklich alle Systeme, Geräte und Anwendungen gemäß festgelegter Sicherheitsrichtlinien und Best Practices gewartet werden.
Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Anwendung eines zuverlässigen Patch-Managements, um Sicherheitslücken durch veraltete Anwendungen zu vermeiden. Patch-Updates laufen in der Regel zentral im Hintergrund, um Workflows möglichst nicht zu stören. Cloudbasierte Asset-Management-Lösungen ermöglichen dabei die Verwaltung von Clients, die an dezentralen Standorten installiert sind.
Darüber hinaus ist für die Schaffung einer grundlegenden Sicherheitsbarriere auch die Einführung einer Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) entscheidend. Unternehmen können so die Identität von Benutzern, die aufs Unternehmensnetzwerk zugreifen, eindeutig feststellen – gerade angesichts immer raffinierterer Phishing-Taktiken sollten Unternehmen hier unbedingt auf fortschrittliche MFA-Methoden, wie z. B. FIDO-Schlüssel, setzen.
Auch ein umfassendes Sicherheits-Monitoring zur frühzeitigen und automatischen Erkennung potenzieller Bedrohungen ist wichtig. Allerdings sollen diese Monitoring-Tools von einem geschulten Team betreut werden, denn nicht jeder Alarm bedeutet eine echte Bedrohung. Geschulte Fachleute können dies am besten einschätzen und auf jede entdeckte Bedrohung angemessen reagieren.
Weiterhin müssen Unternehmen das Sicherheitsbewusstsein ihrer Mitarbeitenden gezielt sensibilisieren, da der „menschliche Faktor“ von Hackern gerne ausgenutzt wird und Beschäftigte zum direkten Ziel von Cyberangriffen macht. Hier sind regelmäßige Schulungen und personalisierte Risikoaufklärung unbedingt notwendig.
Schließlich sollten Unternehmen ein Sicherheitsprotokoll aufsetzen, in dem ein genauer Prozess festgelegt ist, wie das Unternehmen im Falle eines Sicherheitsvorfalls reagieren soll. Darin lassen sich etwa Maßnahmen wie Entzug des Kontozugriffs, das Zurücksetzen von Passwörtern und die sofortige Neukonfiguration des kompromittierten Arbeitsplatzes formulieren. Ein wasserdichtes Protokoll nach einem Angriff ist genauso wichtig wie Prävention und Strategie im Sicherheitsbereich.
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