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Digitalisierung erfordert kontinuierliche Arbeit

„Understanding the Acceleration Gap“

Die Digitalisierung wird langsamer – nach dem durch die Pandemie beschleunigten Start schalten viele Unternehmen einen Gang zurück. Was ist der Grund dafür und wie kann man ein optimales Digitalisierungstempo nachholen? Diese Fragen beantwortet Jens Löhmar, CTO von Workday für Continental Europe & DACH, im Interview.

Im Interview: Jens Löhmar, CTO von Workday
Interview mit Jens Löhmar, CTO von Workday

Laut einer Umfrage von Workday und Longitude geben 55 Prozent der befragten Top-Manager an, dass ihre Digitalstrategie hinter den geschäftlichen Anforderungen zurückbleibt. Das sogenannte „Digital Acceleration Gap“, ein Zustand, in dem die Digitalisierung nicht mit dem Wandel der Geschäftsanforderungen Schritt halten kann, wird immer deutlicher.

ITZ: Herr Löhmar, Ihre Studie beweist, dass sich das Tempo der Digitalisierung im Vergleich zum Beginn der Pandemie verlangsamt. Was ist der Grund dafür?
Jens Löhmar: Nachdem Unternehmen zu Beginn der Corona-Krise die Digitalisierung vorangetrieben haben, geht vielen momentan der Atem aus. Digitalisierung erfordert kontinuierliche Arbeit, dabei werden die Ergebnisse oft erst später sichtbar. Deswegen ist es schwierig für die Mitarbeiter, ihre Motivation und Produktivität auf einem unverändert hohen Niveau zu halten. Laut Umfrage stehen auch kulturelle Hürden und fehlende Qualifikationen dem Fortschritt im Weg. Jedoch investieren nur wenige Unternehmen in die Weiterbildung eigener Mitarbeiter und die Transformation der Unternehmenskultur. Schlechte Verfügbarkeit und Qualität der Daten sind weitere Hindernisse für die Digitalisierung. 

ITZ: Viel Geld fließt in technologische Entwicklungen, die Datenqualität lässt jedoch immer noch viel zu wünschen übrig. Wie erklären Sie das? Was machen die Unternehmen falsch?
Löhmar: Es ist in erster Linie ein strategisches Problem. Viele Unternehmen haben strategische Planungen während der Pandemie vernachlässigt und bewegen sich mit einzelnen Modernisierungsmaßnahmen im Dunkeln. Sie können sich mit teuren Lösungen ausrüsten, die aber nicht synchronisierbar und schlecht integrierbar sind. So werden erhebliche Datenmengen aus unterschiedlichen Systemen verarbeitet, was wiederum die Datenqualität und -verfügbarkeit negativ beeinflusst. Viele Unternehmen tun sich schwer damit, die Daten effektiv intern zu teilen, und sind daher nicht in der Lage, vollen Nutzen aus Analysen und der Insight-Generierung zu ziehen. Die Datenmengen werden immer größer, so dass die Menschen sie nicht mehr effektiv verarbeiten können. Deshalb spielen richtige Technologien eine zentrale Rolle, um das Acceleration Gap zu reduzieren und die Digitale Transformation nachhaltig durchzuführen. Touchless Automation mit Künstlicher Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) und Robotic Process Automation (RPA), die durch Cloud Computing verstärkt ist, kann langwierige Aufgaben eliminieren, bei der Entscheidungsfindung helfen und wertvolle Insights aufweisen.

ITZ: Was ist Ihre Empfehlung für die Firmen, die das Acceleration Gap überwinden wollen?
Löhmar: Das Problem erfordert eine umfassende Lösung. Die Unternehmen sollen in die richtigen Technologien investieren, die Skills der Mitarbeiter entwickeln, Datensilos bekämpfen, die Daten vernünftig sammeln und nutzen, so dass sie sinnvolle Insights generieren. Workday kann helfen, die Automatisierung voranzutreiben und die Effizienz von kritischen Geschäftsprozessen zu steigern. Unsere Lösungen ermöglichen das reibungslose Zusammenspiel von Front-, Middle- und Backoffice-Systemen, so dass eine einheitliche Erfahrung entsteht, mit der sich die Mitarbeiterproduktivität spürbar steigern lässt.

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©Workday, Inc. 2022, Bildquelle: Workday, Inc.
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