Ein Amazon Dash-Button für die Marke Ariel klebt an einer Waschmaschine. Foto: Amazon
Verbraucherschützer gehen gegen Amazons Kauf-Knopf, den Dash-Button, vor. Die Verbraucherzentrale NRW hat Amazon deshalb abgemahnt und will die jüngste Innovation des weltgrößten Online-Händler nun gerichtlich stoppen, wie sie in Düsseldorf mitteilte.
Der Dash-Button soll in Haushalten auf Knopfdruck Online-Bestellungen des täglichen Bedarfs auslösen: etwa Waschmittel oder Toilettenpapier. Die Verbraucherzentrale NRW sieht eine ganze Reihe rechtlicher Probleme beim neuen Knopf:
Zwar verschicke die App eine Push-Nachricht, sobald der Knopf gedrückt wurde. Wer es aber versäume, binnen 15 Minuten zu stornieren, habe den Kauf rechtsverbindlich getätigt. «Das wirft die Frage auf, was ist, wenn unbefugte Dritte oder kleine Kinder den Knopf drücken», sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale am Donnerstag. Die Kunden könnten ihr Smartphone schließlich nicht ständig im Blick behalten.
Amazon argumentiert, dass die Details der Bestellung im Browser oder der App festgelegt werden. Dort werde auch über die Preise informiert und der Hinweis auf die kostenpflichtige Bestellung gegeben. Außerdem könnten die mit dem Dash-Button bestellten Waren kostenfrei zurückgesendet werden.
Die kleinen Geräte sehen wie eine Türklingel mit Marken-Aufkleber aus. Amazon verkauft die Dash-Buttons für 4,99 Euro - die beim ersten Einkauf mit ihnen gutgeschrieben werden. Jeder Knopf ist für nur ein Produkt einer Marke programmiert.
dpa/rs