Prognose enttäuscht

„Angry Birds“-Firma Rovio verliert Hälfte des Börsenwerts

Die Firma hinter dem Smartphone-Spiel „Angry Birds“ hat auf einen Schlag rund die Hälfte ihres Börsenwerts verloren, weil die Prognose für das laufende Jahr die Investoren enttäuschte.

Rovio tat sich in den vergangenen Jahren schwer damit, ähnliche Hits wie „Angry Birds“ zu landen. ((Foto: Martin Gerten))

Rovio tat sich in den vergangenen Jahren schwer damit, ähnliche Hits wie „Angry Birds“ zu landen. ((Foto: Martin Gerten))

Das finnische Spielestudio Rovio stellte für 2018 einen Umsatz von 260 bis 300 Mio. Euro in Aussicht, während Analysten im Schnitt mit 337 Mio. gerechnet hatten.

Außerdem kündigte Rovio eine Investition von 10 bis 15 Mio. Euro in ein cloud-basiertes Games-Angebot an, die das Ergebnis drücken werde.

Die Reaktion der Anleger fiel harsch aus: Die Aktie fiel zum Nachmittag um gut 50 Prozent auf knapp fünf Euro. Beim Börsengang im September waren die Aktien noch für 11,50 Euro platziert worden und Rovio war damit insgesamt rund 900 Mio. Euro wert.

Rovio tat sich in den vergangenen Jahren schwer damit, ähnliche Hits wie „Angry Birds“ zu landen. Die Firma hat inzwischen mehrere Runden Stellenabbau hinter sich.

Eine zeitweise Renaissance der Marke gelang 2016 mit einem Animationsfilm, der weltweit rund 350 Mio. Dollar einspielte. Für 2019 ist eine Fortsetzung geplant, die auch mit den Einnahmen aus dem Börsengang finanziert werden soll.

Im vergangenen Quartal legte der Umsatz noch im Jahresvergleich um 17 Prozent auf rund 74 Mio. Euro zu und im gesamten Jahr gab es ein Plus von 55 Prozent auf gut 297 Mio. Euro.

dpa/ls

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