Drahtzieher des „Avalanche”-Netzwerk

Cyberkriminelle vor Gericht

Sie haben einen Schaden von mehreren hundert Millionen Euro hinterlassen, nun stehen sie vor Gericht: Den Betrügern hinter dem sogenannten „Avalanche”-Netzwerk wird der Prozess gemacht.

Das «Avalanche»-Netzwerk verschaffte sich durch sogenannte Phishing-Attacken Zugriff auf Bankkonten. Foto: Monika Skolimowska

Das „Avalanche”-Netzwerk verschaffte sich durch sogenannte Phishing-Attacken Zugriff auf Bankkonten. ((Foto: Monika Skolimowska))

Die Bande soll für den Einsatz der Schadsoftware „GozNym“ verantwortlich gewesen sein, die nur eine von mehreren eingesetzten Techniken zum Plündern fremder Bankkonten war, teilte die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag mit.

Gemeinsame Ermittlungen in 40 Ländern in- und außerhalb Europas hatten Ende 2016 zur Zerschlagung des „Avalanche“-Netzwerks geführt, das sich vor allem mit sogenannten Phishing-Attacken Zugriff auf Bankkonten nichtsahnender Computernutzer verschaffte. In Deutschland waren Cybercrime-Spezialisten der Staatsanwaltschaft Verden und der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg an den Ermittlungen beteiligt. Das „Avalanche“-Netzwerk bot seine Expertise nach Europol-Angaben rund 200 Cyberkriminellen an, die rund 20 verschiedene Schadsoftware-Attacken starteten.

Während im außereuropäischen Ausland besonders „GozNym“ immense Schäden angerichtet hat, waren deutsche Opfer vor allem durch die Schadsoftware „URLzone“ betroffen, berichtete die Polizei in Lüneburg am Donnerstag.

dpa/pf

©2019Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok