Anzeigengeschäft und Politik

Facebook will klare Werberegeln zur EU-Wahl

Facebook verspricht zur Europawahl transparente Regeln für die Schaltung von politischen Anzeigen. In den USA soll das System bereits im Einsatz sein.

Eine Europaflagge

Im Mai wird ein neues EU-Parlament gewählt. ((Foto: Patrick Pleul))

Dazu gehört bisher unter anderem, dass jeder, der Werbung mit politischen Inhalten schalten will, seine Identität und seinen Standort angeben muss. Außerdem sollen die Anzeigen in einer öffentlich zugänglichen Datenbank bis zu sieben Jahre lang gespeichert werden, wie das Online-Netzwerk am Mittwoch mitteilte.

Facebook ergriff die Maßnahmen in den Vereinigten Staaten vor allem nach der US-Präsidentenwahl 2016, da das Online-Netzwerk im Wahlkampf in großem Stil für Propaganda-Kampagnen missbraucht worden war. Sie wurden nach US-Erkenntnissen von Russland aus gesteuert. Facebook hatte auch schon unter anderem vor den Wahlen in Frankreich und Deutschland massenhaft gefälschte Accounts gelöscht, um eine Manipulation der öffentlichen Meinung zu verhindern.

In Nigeria und der Ukraine lässt Facebook mit Blick auf die anstehenden Wahlen bereits von Mittwoch an grundsätzlich keine Wahlwerbung aus dem Ausland zu.

dpa/pf

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