Netzagenturbericht

Falsche Versprechungen: Internet fast immer zu langsam

Im Festnetz hätten nur rund zwölf Prozent der Anschlüsse tatsächlich die Maximalgeschwindigkeit geliefert, bei Mobilfunkanschlüssen waren es sogar nur rund fünf Prozent, heißt es in der neuen Studie der Netzagentur.

Ein Netzwerkkabel in einem Modem. Foto: Rolf Vennenbernd/Illustration

Ein Netzwerkkabel in einem Modem. Foto: Rolf Vennenbernd/Illustration

Breitbandanschlüsse für «schnelles Internet» erreichen in Deutschland nach wie vor in den meisten Fällen nicht die versprochenen Spitzen-Übertragungsraten. Das berichtet die Bundesnetzagentur am Montag nach Messungen von insgesamt rund 160.000 Festnetz- und Mobilanschlüssen. Im Festnetz hätten nur rund zwölf Prozent der Anschlüsse tatsächlich die Maximalgeschwindigkeit geliefert, bei Mobilfunkanschlüssen waren es sogar nur rund fünf Prozent, heißt es in der Studie.

«Wenn die Anbieter zukünftig weiter keine realistischen Geschwindigkeitsangaben machen, kann die Bundesnetzagentur gegen einzelne Unternehmen Verfahren durchführen», sagte ein Behördensprecher.

Gemessen wurde bei gut 106.000 Festnetz- und knapp 54.000 Mobilfunkkunden, die zwischen September 2015 und 2016 ein entsprechendes kostenloses Angebot der Behörde in Anspruch genommen hatten. Der Vergleich zu Studien aus den Jahren 2012 und 2013 habe gezeigt, dass die Internetbranche mit dem aktuellen Ergebnis keine wesentlichen Verbesserungen erreicht habe, so die Netzagentur.

 

 

 

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