70 Milliarden Euro für Mobilfunk-Frequenzbänder

Indien: Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzbändern

Indien hat die Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzbändern angekündigt, die dem Staat potentiell eine zweistellige Milliardensumme in Euro einbringen könnte.

Smartphones sind in Indien sehr beliebt: Laut Berechnungen indischer Medien könnte die Regierung mit der Auktion umgerechnet mehr als 70 Milliarden Euro einnehmen. Foto: Piyal Adhikary

Smartphones sind in Indien sehr beliebt: Laut Berechnungen indischer Medien könnte die Regierung mit der Auktion umgerechnet mehr als 70 Milliarden Euro einnehmen. Foto: Piyal Adhikary

Finanzminister Arun Jaitley nannte die geplante Auktion auf einer Pressekonferenz „die größte Versteigerung von Funkfrequenzen, die das indische Regierungskabinett je genehmigt hat". Demnach stehen sieben verschiedene Frequenzbänder für Mobilfunknetze zum Verkauf, darunter auch das begehrte Frequenzband um 700 Megahertz. Funkwellen innerhalb dieses Bandes können sehr kostengünstig verarbeitet werden und haben eine hohe Reichweite.

Laut Berechnungen indischer Medien könnte die indische Regierung mit der Auktion umgerechnet mehr als 70 Milliarden Euro einnehmen, wenn alle verfügbaren Frequenzbänder zum Mindestgebot ersteigert werden. Eine vorherige Auktion, in der etwa ein Fünftel der nun verfügbaren Menge versteigert wurde, hatte rund 15 Milliarden Euro erbracht.

Rajan Mathews, Chef der indischen Mobilfunkvereinigung, meldete jedoch gegenüber der Nachrichtenagentur IANS Zweifel an: „Ich sehe nicht für alle Frequenzbänder den gleichen Appetit bei den Käufern." Insbesondere das Frequenzband um 700 Megahertz sei für fast alle indischen Mobilfunkkonzerne zu teuer.

dpa / ZI

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