Pläne auf Eis

Kein Google-Auto ohne Lenkrad

Die Google-Mutter Alphabet will laut einem Medienbericht die Entwicklung des eigenen selbstfahrenden Autos ohne Lenkrad und Pedale vorerst nicht weiter vorantreiben.

Ein selbstfahrendes Auto von Google. Foto: Andrej Sokolow

Ein selbstfahrendes Auto von Google. Foto: Andrej Sokolow

Google - pardon Alphabet - will sich verstärkt um Kooperationen mit Autoherstellern bei traditionelleren Fahrzeugen widmen, schrieb der Silicon-Valley-Branchendienst «The Information» am Dienstag.

Dadurch mache man sich Hoffnungen, bereits Ende 2017 einen kommerziellen Fahrdienst mit selbstfahrenden Autos an den Start zu bringen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Der Zeitplan dabei hänge aber von der Entwicklung des Prototyps mit Fiat Chrysler ab. Dabei werden nach früheren Ankündigungen zunächst 100 Minivans des Modells Chrysler Pacifica umgebaut, um Googles Roboterwagen-Technik in den Fahrzeugen unterzubringen.

Google hatte die kleinen elektrischen Zweisitzer aus eigener Entwicklung 2014 vorgestellt. Es hieß, in Zukunft sollen die Wagen komplett vom Computer gesteuert werden und ganz ohne Lenkrad und Pedale auskommen. Die Prototypen, die aktuell in der Google-Heimatstadt Mountain View sowie in Austin in Texas unterwegs sind, haben jedoch noch beides, unter anderem weil die Straßenverkehrsordnung dies verlangt.

Entwicklungschef nicht mehr an Board

Der langjährige Entwicklungschef Chris Urmson, der das Projekt im Sommer verließ, habe an den eigenen Autos weiterarbeiten wollen, schrieb «The Information». Urmson will nach Informationen des Tech-Blogs «Recode» jetzt ein eigenes Start-up für Roboterwagen-Software auf die Beine stellen.

Das Google-Roboterwagenprojekt mit dem internen Codenamen «Chauffeur» soll unterdessen laut Medienberichten demnächst zu einer eigenständigen Tochterfirma unter dem Alphabet-Dach werden.

«The Information» hatte seinerzeit auch lange vor anderen Medien über Googles Pläne berichtet, ein Auto im eigenen Haus zu entwickeln. Hier geht es zum aktuellen Bericht von "The Information".

dpa/rs

 

 

 

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