Nachrichten, Unterhaltung, Debatte

Nachrichtenportal „Watson.de“ will junge Menschen erreichen

Mit „Nachrichten ohne Blabla“ soll ein neues Online-Nachrichtenportal in Deutschland die junge Zielgruppe erreichen.

Ein Werbeplakat für das Portal Watson.de, das Nachrichten ohne „Blabla“ verspricht ((Foto: Daniel Bockwoldt))

Ein Werbeplakat für das Portal Watson.de, das Nachrichten ohne „Blabla“ verspricht ((Foto: Daniel Bockwoldt))

Der Werbevermarkter Ströer bringt Watson.de an diesem Donnerstag mit 25 Redakteuren in Berlin an den Start. „Unsere Zielgruppe ist die Generation Mobile, also die Leute, die mit dem Smartphone und sozialen Medien groß geworden sind“, sagte der für Medieninhalte verantwortliche Ströer-Geschäftsführer, Marc Schmitz, der Deutschen Presse-Agentur. Das Portal ziele auf die Gruppe der etwa 20- bis 35-Jährigen.

Die Inhalte sind für Nutzer umsonst, das Portal wird über Werbung finanziert. Schmitz sieht eine Marktlücke für ein journalistisches Vollprogramm für diese Zielgruppe: „Es wird der Dreiklang: Nachrichten, Unterhaltung, Debatte.“

Ströer hat Redaktionskonzept, Design und Technologie in Lizenz von dem 2014 gestarteten Schweizer Portal Watson.ch übernommen. Der Name entstand bei der Titelsuche aus Spielereien mit dem englischen Ausspruch „what's on?“ – auf Deutsch: Was ist los? –, wie Watson.ch-Geschäftsführer Michael Wanner sagt. Das Portal arbeitet mit vielen Fotos und Videos und präsentiert sich selbst etwa als Klickstrecke: „Kennst du diese 10 Fakten zum Newsportal Watson?“

„Unser Erfolgsmodell: Wir sprechen die Sprache der Zielgruppe, die mit Social Media aufgewachsen ist, und passen uns den Nutzungsgewohnheiten dieser Generation an“, sagt Wanner. „Unser Content ist so aufbereitet, wie es die Generation Social Media gewohnt ist – mit allen Facetten des digitalen Storytelling.“ Ströer verfolgt mit Watson.de dieselbe Linie.

Zahlen werden allerdings nicht genannt. „Was das Geschäft und die Reichweiten angeht, haben wir ambitionierte Pläne, aber dazu äußern wir uns nicht“, sagte Schmitz. Watson.de wolle in einer Liga mit Portalen für eine ähnliche Zielgruppe spielen, wie etwa Bento.

dpa/ls

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