07.12.2017 Online-Weihnachtsgeschäft

Paket-Boom: Amazon rechnet nicht mit Lieferengpässen

Trotz des boomenden Online-Handels rechnet der Versandhandelsriese Amazon nicht mit Lieferproblemen bei Paketdiensten. Kapazitäten seien für das Weihnachtsgeschäft bei Zustellern reserviert worden, sagte ein Amazon-Sprecher.

Pakete auf einem Transportband im Amazon-Logistikzentrum in Bad Hersfeld ((Foto: Swen Pförtner))

Pakete auf einem Transportband im Amazon-Logistikzentrum in Bad Hersfeld ((Foto: Swen Pförtner))

Amazon arbeite mit DHL, Hermes, UPS und DPD zusammen. Darüber hinaus verfüge man mitder Logistiksparte gebietsweise über eigene Zustellkapazitäten, die ausgebaut würden, so der Sprecher im Logistikzentrum im osthessischen Bad Hersfeld.

Vor Beginn der heißen Phase des Saisongeschäfts sagte die Leiterin des größten deutschen Standorts in Bad Hersfeld, Stephanie Schreiber: „Wir rechnen mit einem Rekordweihnachtsgeschäft.“ Im vergangenen Jahr hätten am Spitzentag eine halbe Million Pakete die beiden Logistiklager in Bad Hersfeld verlassen. An dem Standort arbeiten 4.000 Festangestellte, zudem 400 Saisonkräfte.

Um das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft zu bewältigen, hat Amazon 13.000 Aushilfen eingestellt. Mit den Festangestellten seien derzeit bundesweit mehr als 25.000 Beschäftigte tätig. Bad Hersfeld werde auch künftig der größte und an Mitarbeitern stärkste Standort bleiben. Der Branchenprimus verfügt bundesweit über zwölf Versandlager an elf Standorten.

Amazon vermeldete am Donnerstag eine vorzeitige Verlängerung des Mietvertrags in Bad Hersfeld um zehn Jahre bis 2029. In diesem Jahr sei das größere der beiden Lager modernisiert worden. Fünf Millionen Euro seien investiert worden, um vier Kilometer Förderbänder in dem 110.000 Quadratmeter großen Logistikzentrum zu verlegen.

dpa/ls

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