Daimler ist Partner

Quantenforschung: IBM schließt Kooperationen

IBM will gemeinsam mit der Industrie die Quantenforschung vorantreiben und hat u.a. auch Daimler als Partner gewonnen.

Das Unternehmen hat inzwischen für seine Initiative „IBM Q“ zahlreiche Partner gewonnen. ((Foto: Matthias Balk))

Das Unternehmen hat inzwischen für seine Initiative „IBM Q“ zahlreiche Partner gewonnen. ((Foto: Matthias Balk))

Der Stuttgarter Automobilkonzern wolle erforschen, wie mithilfe von Quantentechnologie potentielle Anwendungsfälle für die Automobilindustrie erarbeitet werden können, hieß es in einer Mitteilung.

„Das intelligente, vernetzte Auto der Zukunft braucht Rechenleistung, die heute nicht zur Verfügung steht“, sagte Ola Källenjus, Vorstandsmitglied der Daimler AG. „Wir glauben, dass Quantencomputer eine wichtige Rolle bei der Schaffung von nachhaltiger und sehr effizienter Mobilität spielen könnten.“

„In enger Kooperation mit unseren Kunden wollen wir ausloten, wie mithilfe großer und kleiner Quantensysteme bisher nicht lösbare Probleme in der Finanz-, Automobil- oder Chemiebranche angegangen werden können“, sagte Dario Gil von IBM Research.

Insgesamt zwölf Partner hat das Unternehmen inzwischen für seine Initiative „IBM Q“ gewonnen, bei der der Einsatz von Quantencomputern für kommerzielle und wissenschaftliche Anwendungen erprobt werden soll. Neben Daimler haben sich dem Netzwerk u.a. die Universitäten von Oxford, Keio (Tokio) und Melbourne, der Elektronik- und Chipkonzern Samsung, Honda, Hitachi Metals sowie Barclays angeschlossen.

Daimler wolle gemeinsam mit IBM u.a. daran arbeiten, mithilfe der Quantenchemie neue Materialien für mobile Anwendungen zu entwickeln. Weitere Schwerpunkte seien komplexe Optimierungsprobleme etwa bei Fertigungsprozessen oder bei autonomen Fahrzeugen.

Da herkömmliche Computertechnik langsam an ihre physikalischen Grenzen stößt, werden Quantencomputer seit vielen Jahren als eine Alternative erforscht. Sie könnten – so die Hoffnung – auf Basis der Quantenmechanik heute kaum vorstellbare Rechenleistungen ermöglichen. Anders als die herkömmlichen Bits eines Computers, die aus Nullen und Einsen bestehen, können die Qubits genannten Einheiten des Quantencomputers mehrere Zustände gleichzeitig darstellen.

dpa/ls

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