Nachdem sich der Arbeitsmarkt im IT-Bereich zu Coronazeiten wieder etwas erholt hatte, stieg die Zahl der unbesetzten Stellen im vergangenen Jahr auf 137.000.
Damit sei die Lage am IT-Arbeitsmarkt noch angespannter als im Vor-Corona-Jahr 2019. Damals konnten 124.000 offene Stellen für IT-Experten nicht besetzt werden. Die Corona-Pandemie hatte den Fachkräftemangel in den Jahren 2020 und 2021 leicht abgemildert.
Bitkom-Präsident Achim Berg sprach bei der Präsentation der Zahlen von einem strukturellen Fachkräftemangel auf dem IT-Arbeitsmarkt. „Der Mangel an IT-Experten macht den Unternehmen zunehmend zu schaffen und wird sich in den kommenden Jahren dramatisch verschärfen.“ Berg verwies dabei auf die Tatsache, dass zahlreiche Fachkräfte aus der Boomer-Generation in Rente gehen und gleichzeitig signifikant weniger junge Menschen mit IT-Qualifikationen auf den Arbeitsmarkt kommen.
„Der Fachkräftemangel entwickelt sich zum Haupthindernis bei der Digitalen Transformation“, beklagte Berg. Er warb dafür, gezielt IT-Experten aus Russland und Belarus abzuwerben. Nach einer Bitkom-Umfrage sei gut ein Drittel (37 Prozent) der Unternehmen mit offenen IT-Stellen dazu bereit, IT-Fachkräfte aus Russland oder Belarus einstellen, sofern sie vorher eine behördliche Sicherheitsprüfung durchlaufen haben.
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