Trotz mehr Nutzer

Twitter mit Quartalsverlust in Corona-Krise

Twitter ist mit den Auswirkungen der Corona-Krise in die roten Zahlen gerutscht. Der Kurznachrichtendienst schloss das erste Quartal mit einem Verlust von 8,4 Millionen US-Dollar ab.

Twitter hatte bereits vor einem Monat gewarnt, dass die Krise zwar für eine stärkere Nutzung des Dienstes sorge - aber zugleich die Anzeigenerlöse drücke. Foto: Martti Kainulainen/Lehtikuva/dpa

Twitter hatte bereits vor einem Monat gewarnt, dass die Krise zwar für eine stärkere Nutzung des Dienstes sorge - aber zugleich die Anzeigenerlöse drücke. Foto: Martti Kainulainen/Lehtikuva/dpa

Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Gewinn von 191 Millionen Dollar gegeben. Der Quartalsumsatz wuchs - getragen vom Geschäft in den ersten Monaten - um drei Prozent auf 808 Millionen Dollar, wie Twitter mitteilte. Die Firma will nun Kosten unter anderem durch einen gebremsten Personalaufbau sparen.

Twitter hatte bereits vor einem Monat gewarnt, dass die Krise zwar für eine stärkere Nutzung des Dienstes sorge - aber zugleich die Anzeigenerlöse drücke. Die Unternehmen geben in der aktuellen Situation weniger Geld für Werbung aus. Dabei sind Anzeigen im Umfeld von Tweets der Kern des Geschäftsmodells von Twitter.

Die Zahl der täglichen Nutzer, die der Dienst mit seinen Werbeanzeigen erreichen kann, stieg binnen drei Monaten von 152 Millionen auf 166 Millionen. Twitter nennt seit einiger Zeit nur noch die Zahl der Nutzer, die vom Unternehmen Werbung angezeigt bekommen. Die Gesamtzahl der aktiven Nutzer nennt Twitter nicht mehr.

Die Krise kam für Twitter-Chef Jack Dorsey zu einer sehr ungünstigen Zeit. Er hatte erst Anfang März seinen Job durch einen Deal mit Investoren gerettet. Die Vereinbarung mit dem Finanzinvestor Elliott, der ursprünglich einen Chefwechsel anstrebte, sieht unter anderem vor, dass Twitter die Anzeigenerlöse steigern und sich einen höheren Anteil des Online-Werbemarktes sichern müsse. Jetzt will sich Twitter unter anderem auf gut funktionierende Anzeigenprodukte konzentrieren.

dpa/tg

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