Wettlauf gegen die Konkurrenz

Uber kauft Fahrdienstleister Careem

Uber stärkt mit dem Kauf von Careem seine Position im nahen Osten. Der in Dubai ansässige Konkurrent soll für 3,1 Milliarden Dollar übernommen werden.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi auf der Innovationskonferenz Digital-Life-Design (DLD). in München 2018. Foto: Matthias Balk

Uber-Chef Dara Khosrowshahi auf der Innovationskonferenz Digital-Life-Design (DLD). in München 2018. ((Foto: Matthias Balk))

„Wichtig ist, dass wir Careem unter der Leitung des Mitbegründers und derzeitigen CEO Mudassir Sheikha unabhängig voneinander betreiben wollen“, schrieb Khosrowshahi in einer Mail an seine Mitarbeiter. Der Uber-Chef stellte allerdings auch eine engere Zusammenarbeit in Aussicht. „Im Laufe der Zeit können wir durch die Integration von Teilen unserer Netzwerke effizienter arbeiten, noch kürzere Wartezeiten erreichen (...) und das ohnehin schon beachtliche Innovationstempo in der Region beschleunigen.“

Careem wurde in der jüngsten Finanzierungsrunde mit etwa zwei Milliarden Dollar bewertet und ist in 98 Städten aktiv. Zu den Investoren gehört neben dem chinesischen Konkurrenten Didi Chuxing und dem saudi-arabischen Investor Kingdom Holding auch der deutsche Daimler-Konzern. Der Dienst wird in der Region überdurchschnittlich oft von Frauen genutzt. In Saudi-Arabien, einem wichtigen Markt für Careem, durften Frauen bis vor neun Monaten selbst kein Auto steuern.

Uber liefert sich beim Börsengang eine Art Wettrennen mit seinem kalifornischen Rivalen Lyft. Bei Ubers Börsengang, dessen Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, wird von Experten auf eine Bewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar spekuliert.

dpa/pf

 

 

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