MDax-Unternehmen

Zalando-Geschäft zieht wieder an

Der Internet-Modehändler Zalando blickt nach einem erwartungsgemäß schwachen Quartal infolge der Corona-Pandemie zuversichtlich nach vorne.

Ein Paket des Modehändlers Zalando liegt auf einem Paketförderband. Foto: Bodo Marks/dpa

Ritter zeigte sich daher zuversichtlich, dass Zalando sich schneller erholen könne als zunächst erhofft. Foto: Bodo Marks/dpa

„Die ersten Wochen im April lassen uns optimistisch auf das zweite Quartal blicken“, sagte Finanzvorstand David Schröder bei der Vorlage vorläufiger Daten für das erste Quartal in Berlin. Im ersten Quartal rutschte Zalando tief in die roten Zahlen. Da sich die Kunden wegen der Corona-Krise auch mit Online-Käufen zurückhielten, konnte Zalando auch nicht von den Ausgangsbeschränkungen und geschlossenen Geschäften profitieren. Inzwischen kehrt die Nachfrage jedoch wieder zurück.

„Hinter uns liegt ein herausforderndes Quartal“, sagte Schröder. Dabei musste das MDax-Unternehmen eigenen Angaben zufolge die schwächsten Zahlen seit dem Börsengang 2014 hinnehmen. Der Verlust beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebit) dürfte in einer Spanne von 90 bis 110 Millionen Euro liegen. Ein Jahr zuvor hatte Zalando hier noch einen Gewinn von 6,4 Millionen Euro erwirtschaftet. Neben einem schwächeren Wachstum musste das Unternehmen 40 Millionen Euro auf den Warenbestand abschreiben.

Der Umsatz stieg im Berichtszeitraum dank guter Geschäfte im Januar und Februar noch um 10,1 bis 11,6 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro. In den letzten drei März-Wochen sanken aber Bruttowarenvolumen und Umsatz, wie Konzernchef Rubin Ritter sagte. Seit April sieht die Lage seinen Aussagen zufolge wieder besser aus. Das Bruttowarenvolumen, welches auch den Umsatz aus den Partnerprogrammen umfasst, sowie die Erlöse seien wieder gestiegen. Detaillierte Zahlen für das erste Quartal will Zalando am 7. Mai vorlegen.

Ritter zeigte sich daher zuversichtlich, dass Zalando sich schneller erholen könne als zunächst erhofft. Dabei stellt Zalando durchaus eine Veränderung des Kundenverhaltens fest: Gefragt waren vor allem bequeme Freizeit- sowie Sportkleidung, Kosmetik sowie Kindersachen. Eher links liegen ließen Kunden Kleidung für festlichere Anlässe.

dpa/tg

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