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Digitale Transformation durch offene Ökosysteme

Fruchtbarer Boden für Innovationen

Bei der Gestaltung von Unternehmensarchitekturen und Geschäftsmodellen spielen offen gestaltete Ökosysteme eine immer größere Rolle. Welche Philosophie dahinter steckt, erklärt Erik Wilde, Digital Transformation Catalyst bei Axway.

  • Fruchtbare Ackerlandschaft

    Ein offenes Ökosystem kann ein sehr fruchtbarer Boden für Innovationen werden. ((Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus))

  • Erik Wilde von Axway

    Erik Wilde, Digital Transformation Catalyst bei Axway ((Bildquelle: Axway))

Diese Entwicklung findet mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Zielvorstellungen statt, aber der generelle Trend geht in diese Richtung. Es gibt dabei drei wichtige treibende Faktoren:

1. Zum einen müssen Unternehmen und Geschäftsmodelle an sich immer schneller ändernde Umfelder und Nachfrageentwicklungen angepasst werden. Früher konnte man hochintegrierte Wertschöpfungsketten bauen, diese stark optimieren und dann lange, wenig verändert, benutzen. Diese Zeit ist für immer mehr Unternehmen vorbei und Wertschöpfungsketten müssen jetzt wesentlich einfacher änderbar sein. Wenn man im Unternehmen alle Ressourcen in einem offenen Ökosystem auffindbar und nutzbar macht, dann können diese häufigen Änderungen einfacher vorgenommen werden. Es entsteht mehr Dynamik für Anpassungen und Innovation.

2. Zum anderen ist es notwendig, einfacher zwischen internen und externen Diensten wechseln zu können. Wenn ich mein Unternehmen auch nach innen als offenes Ökosystem gestalte, dann fällt es mir einfacher, den Wechsel zwischen internen und externen Diensten vorzunehmen. Habe ich dagegen hochintegrierte Wertschöpfungsketten, kann es schwer werden, bestimmte Komponenten aus diesen auszulagern. Will man alle Vorteile der API Economy nutzen, wobei jeder genutzte Dienst nichts anderes ist als ein von mir genutztes API, dann sollte es keinen fundamentalen Unterschied zwischen internen und externen APIs geben.

3. Desweiteren ist Innovation nichts anderes als Anforderungen in einer bisher nicht bekannten Art zu lösen. Dazu ist es nützlich, auf bestehenden Bausteinen aufsetzen zu können und diese in einer neuen Art zu nutzen. Kombiniert man dies mit einem Business Mindset, der Experimenten und Data-Driven-Ansätzen gegenüber aufgeschlossen ist, kann ein offenes Ökosystem ein sehr fruchtbarer Boden werden für Innovationen.

Klare Vision und Strategie

Anhand dieser Beispiele lässt sich erkennen, dass offene Ökosysteme eine Grundlage für wichtige Geschäftsansätze sein können, für sich betrachtet aber dennoch nur eine Grundlage sind und noch keine Garantie bieten, dass die Zielvorstellungen auf der Geschäftsebene auch erreicht werden.

Es braucht daher immer eine klare Vision und Strategie, was man mit einem offenen Ökosystem erreichen will. Oben sind drei populäre Bereiche angeführt. Mit einer klaren Vision und Strategie lassen sind Ziele und Messgrößen formulieren, anhand derer sich bewerten lässt, ob und wieweit man seinem Ziel nähergekommen ist. Wir raten daher allen Unternehmen, sich nicht auf technologischen Determinismus zu verlassen („Ich benutze Technologie X und weil anderen deswegen Y gelingt, wird das bei mir ebenso passieren.“), sondern ganz klare Ziele zu formulieren und ebenso Wege und Messgrößen, die deren Fortschritt planen und messen lassen.

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