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Top 5: Die häufigsten Fehler

Real-Time-Visibility für B2B-Integration

Echtzeit-Monitoring bringt mit seiner hohen Informationsdichte und der daraus resultierenden Reaktionsfähigkeit enorme Vorteile – vorausgesetzt, es werden gängige Fehler vermieden.

Man kann es drehen und wenden wie man möchte, Unternehmen existieren und agieren in einer Echtzeit-Welt. Selbst der unwichtigste Back-Office-Teil einer Organisation ist auf eine Art und Weise mit anderen Prozessen verbunden, wie man es sich vor zehn Jahren kaum hätte vorstellen können. Echtzeitinformationen, Streaming-Daten, vernetzte Business Units und Geschäftspartner bilden heutzutage ein Netzwerk, das sich mit Lichtgeschwindigkeit weiterentwickelt. Um in Anbetracht dieser Flut (und manchmal auch Ebbe) an Informationen erfolgreich zu sein, braucht es Transparenz.

Manche sagen, dass es sich um einen Fall von „adapt or die” handelt – anpassen oder aussterben. Unabhängig davon, ob man dieser Aussage zustimmt, sollte man sich zumindest darauf einigen können, dass Real-Time-Visibility wichtig ist. Die Transparenz dafür korrekt herzustellen, ist daher umso wichtiger. Bei vielen Unternehmen ist der erste Schritt in Richtung Real-Time-Visibility oftmals der falsche. Das ist allerdings nur bedenklich, wenn der Fehler zu spät bemerkt und korrigiert wird. Dennoch lassen sich solche Erfahrungen vermeiden, wenn man die fünf häufigsten Fehler bei der Erschließung von Real-Time-Visibility für B2B-Integration schon vorher kennt:

Fehler Nr. 1: Zu viel Monitoring

In Bezug auf Overhead-Kosten und Ressourcenverbrauch ist der Preis für Real-Time-Monitoring signifikant geschrumpft. Das kann zu der Versuchung führen, so viele Daten wie möglich zu sammeln. Der Gedanke ist naheliegend: Sobald man die Daten einmal hat, kann man schon irgendwie die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Doch das ist falsch.

Zu viele Daten verwässern den eigentlichen Wert der Informationen. Daher ist es essentiell, sich darauf zu konzentrieren, was wirklich wichtig ist. Jeder versteht sein eigenes Geschäft am besten, demnach sollte sich auch jeder selbst fragen, mit welchen Informationen sich am meisten Nerven sparen lassen. Die Pick-and-Pull-Zeiten im Lager, Transaktionsbestätigungen oder die API-Latenz – was es auch ist, diese Art der Informationen müssen priorisiert werden.

Fehler Nr. 2: Zu wenig Monitoring

Nur weil die Kosten für Real-Time-Monitoring gesunken sind, ist es noch lange nicht umsonst. Es wäre eine Schande, wenn man all das, was man in Infrastruktur und Expertise investiert hat, auf ein unvollständiges Gesamtbild verschwenden würde. Die vorhandenen Informationen sind oft nur ein Teil des großen Ganzen. In manchen Fällen liegen z.B. ein Kundenkonto und Bestellnummern vor, es fehlt aber der Kontext in Form von Namen oder Bestellmengen. Solche Daten, wie man sie häufig in großen Unternehmensdatenbanken findet, sind weit von einem Informationsfluss in Echtzeit entfernt. Diese alten, schwerfälligen Daten können aber trotzdem ein Schlüssel für das Verständnis der Echtzeit-Daten sein. Man sollte daher keine Scheu haben, schnelle Informationsflüsse mit alten Datenbeständen zu verknüpfen, um den richtigen Kontext zu erschließen.

Fehler Nr. 3: Anfangen, ohne das Ziel zu kennen

Der Aufbau eines Echtzeit-B2B-Monitoring-Projekts wäre nicht die erste unternehmerische Anstrengung, die als reiner Selbstzweck betrieben wird. Das kommt etwa vor, wenn Analysten davon berichten, dass die führenden Unternehmen im gleichen Quadranten alle Real-Time-Visibility implementiert haben – schließlich möchte niemand außen vor bleiben.

Drehten sich die ersten beiden Punkte um die Frage, was fehlerhaft überwacht werden kann, so widmet sich dieser Fehler dem „Warum”. Der größte Nutzen für Real-Time-Monitoring liegt in der reduzierten Latenz zwischen dem Beginn und der Korrektur eines Problems. Daraus lässt sich ableiten, dass Monitoring-Lösungen handlungsorientiert angelegt sein müssen.

Eine Lösung sollte daher so konzipiert sein, dass sie...

·      ... Situationen identifiziert, in denen Handlungen erfordert werden.

·      ... genug Kontext zur Verfügung stellt, dass klar ist, was getan werden muss.

·      ... die Informationen zur richtigen Zeit den richtigen Leuten zur Verfügung stellt.

Werden diese Kriterien erfüllt, zahlt sich die Lösung von alleine aus und spart den Verantwortlichen viel Nerven.

Fehler Nr. 4: Von einer Insellösung ausgehen

Was auch immer man im Kontext von Real-Time-Monitoring aufsetzt, wird früher oder später auch von unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Organisationen genutzt. Das trifft selbst dann zu, wenn man zu Beginn davon ausgeht, dass niemand sonst Zugriff auf die Daten haben wird.

„If you build it, they will come”, heißt es nicht umsonst.

Wenn eine Lösung aufgesetzt wurde, die die ersten drei Fehler vermeidet, wird sie stärker genutzt werden als viele annehmen würden. Daher sollte man sich zu Beginn des Projekts die Zeit nehmen und darüber nachdenken, wer die Lösung in Zukunft nutzen könnte. Daraufhin muss man herausfinden, was diese Personengruppen gerne wissen würden und wie man diese Informationen einfließen lassen könnte. Die Demokratisierung von Real-Time-Monitoring erhöht den Wert von jedem Schritt, der gegangen wird.

Fehler Nr. 5: An den Korrekturen scheitern

Dieser Aspekt ist etwas subtiler als die anderen Punkte und kann daher etwas schwieriger zu erreichen sein. Niemand würde etwas auf einer Unternehmensseite veröffentlichen, ohne die Rechtschreibung und Grammatik sorgfältig zu prüfen. Dieselbe Aufmerksamkeit sollte auch für Echtzeit-Informationen gelten, völlig gleich, ob diese als Benachrichtigung versendet oder per Dashboard präsentiert werden. Bedauerlicherweise ist das nicht immer der Fall.

Im ersten Schritt sollte natürlich auch die Rechtschreibung überprüft werden. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Im zweiten Schritt sollte man sich die Ergebnisse genauer anschauen. Ein kritischer Blick sollte darauf gerichtet sein, dass das Präsentierte auch einen Sinn ergibt. Gab es wirklich einen 4000 prozentigen Anstieg der Aktivitäten oder waren es vielleicht doch nur 40 Prozent, die einem kleinen Rechenfehler zum Opfer gefallen sind? Einer der wichtigsten Faktoren des Real-Time-Monitoring ist Glaubwürdigkeit. Die ist schwer zurückzugewinnen, wenn sie einmal durch einen unnötigen Flüchtigkeitsfehler verspielt wurde.

Fehler Nr. 6: Am Handeln scheitern

Ja, eigentlich sollten hier nur fünf Fehler aufgezählt werden, der hier ist also gewissermaßen ein Bonus.

Der einzige richtige Fehler ist, sich nicht schon bald mit Real-Time-Analytics auseinanderzusetzen. Der Bedarf wird nicht einfach verschwinden. Der Druck, Informationen nicht einfach nur zu erhalten, sondern sie auch in Echtzeit zu erfahren, wird steigen. Jeder Analyst wird die Vorteile bestätigen, die sich durch erhöhte Sichtbarkeit und reduzierte Reaktionszeit ergeben, sobald man sich in den Informationsfluss wagt, der in Echtzeit stattfindet. Es gibt keine bessere Zeit damit anzufangen als jetzt, zumal die größten fünf Fehler nun leicht vermieden werden können.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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