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API Management

Starke Ökosysteme gefragt

Die Commerzbank etabliert mit einer Lösung für API Management neue Geschäftsmodelle und verkürzt die Markteinführungszeiten bei internen und externen Projekten.

  • Blick auf die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt.

    Blick auf die Commerzbank-Zentrale in Frankfurt.

  • Daniel Lê von der Commerzbank AG

    Daniel Lê von der Commerzbank AG erwartet durch die neue Plattform einen deutlichen Schub bei der Entstehung von Business Ecosystems.

Mit Standorten in knapp 50 Ländern und etwa 48.000 Mitarbeitern gehört die Commerzbank mit Sitz in Frankfurt am Main zu Deutschlands wichtigsten Geschäftsbanken und ist Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft. Das international agierende Unternehmen bietet sowohl Firmen- als auch Privatkunden ein umfangreiches Portfolio an Finanzdienstleistungen an und betreibt mit ungefähr 800 Filialen eines der engmaschigsten Filialnetze in Deutschland. Mit den Töchtern Comdirect und mBank gehören zudem zwei innovative Online-Banken zum Commerzbank-Konzern.

Digitalisierung wird bei der Commerzbank großgeschrieben und ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsstrategie. Die Modernisierung der IT-Systeme und Strukturen sowie der Aufbau einer agilen und effizienten Lieferorganisation ist daher ein erklärtes Ziel der Bank. So soll garantiert werden, dass die Bank bis 2023 auch im zunehmenden Wettbewerb weiteres Wachstum verzeichnen kann. Ein wichtiger Aspekt dieser Digitalisierungsstrategie ist die Bereitstellung von APIs, um die Integration von Anwendungen in die Wertschöpfungsketten von Partnern und der eigenen Organisation zu vereinfachen. Eine solche API kann beispielsweise eine Schnittstelle sein, mit der ein Firmenkunde Zahlungen direkt aus dem Cash-Management-System übertragen und Statusmeldungen empfangen kann.

Neue Produkte und Ertragsmöglichkeiten

Die APIs werden über ein eigenes Portal angeboten und können dort unkompliziert von den Kunden bezogen werden. „Die API-Technologie bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit Partnern neue Geschäftsmodelle zu etablieren und digitale Ökosysteme aufzubauen“, erklärt Daniel Lê, Product Owner API Banking Strategy & Ecosystems bei der Commerzbank. Mit diesem Ansatz schaffe man neue Produkte und Ertragsmöglichkeiten für den Konzern. Darüber hinaus erreicht die Bank laut Lê durch Standardisierung wiederverwendbare Schnittstellen. So kann über eine Verringerung projektspezifischer Software und aufwendiger Datenanalysen eine stetige Kostenreduktion sichergestellt werden. Bewährt hat sich diese Vorgehensweise auch in der Corona-Krise. In kürzester Zeit hat die Bank nicht nur eine Plattform für Firmenkredite aufgebaut, die auf APIs basiert, sondern konnte diese Geschäftsvorgänge auch in ein neues Geschäftsmodell einbauen.

Die Commerzbank...
... wurde 1870 von Kaufleuten und Privatbankiers in Hamburg gegründet und widmete sich zu Beginn der Finanzierung des Außenhandels sowie der mittelständischen Wirtschaft, bis sie im Zuge des 20. Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Geschäftsbanken in Deutschland aufstieg. Heute wickelt die Commerzbank rund 30 Prozent des deutschen Außenhandels ab und ist Marktführer im deutschen Firmenkundengeschäft. Das Geldinstitut unterstützt seine internationalen Kunden mit einer umfangreichen Sektorexpertise und ist ein führender Anbieter von Kapitalmarktprodukten.

Bei der Bereitstellung von Schnittstellen verfolgt die Commerzbank den Grundsatz „API First“. So wird eine standardisierte Anbindung von Partnern und eine Entkopplung der IT-Systeme gewährleistet. „APIs bieten neben Effizienzsteigerungen die Chance, das Produktportfolio durch Partnerlösungen zu erweitern und die Kundenreichweite über digitale Plattformen und Ökosysteme zu erhöhen“, so Daniel Lê.

Marktplatz für APIs

Um die Nutzung der APIs möglichst anwenderfreundlich und effizient zu gestalten, entschied sich die Bank für das Amplify API Management von Axway. Die Plattform erlaubt es, sichere APIs zu erstellen, sie zur Wiederverwendbarkeit zu veröffentlichen und in einer skalierbaren Umgebung zu implementieren. Mit der Lösung können APIs aus Cloud- und On-Premise-Services erstellt, auf einem Marktplatz veröffentlicht und die Nutzung von Self-Services ermöglicht werden, während die Bank gleichzeitig den Zugriff und die Nutzung kontrolliert. Die integrierte Analytik bietet zudem umfangreiche Messwerkzeuge, um Einblicke in das Nutzungsverhalten zu erhalten. Ziel dabei ist, stark genutzte APIs gezielt nach Kunden-Feedback weiterzuentwickeln bzw. zusätzliche passende Lösungen anzubieten.

Bei der Commerzbank erlaubt es die Plattform konkret, sämtliche APIs in einem externen und separat in einem firmeninternen Portal zu listen, um Business-Experten oder Entwicklern eine Übersicht samt detaillierten Informationen zu den vorhandenen Schnittstellen zur Verfügung zu stellen. „So erreichen wir eine Verkürzung der Markteinführungszeiten in den Projekten der Bank und bei Partnern. Denn die benötigten Funktionen für neue Produkte können über APIs schnell bereitgestellt und wiederverwendet werden“, erläutert Daniel Lê. Eine Verhundertfachung der Zugriffe gegenüber dem Vorjahreszeitraum zeige dabei, dass die Plattform gut genutzt werde.

Neue Anwendungsfälle gesucht

Eine wichtige Erkenntnis aus dem Projekt war die Feststellung, dass Mitarbeiter und Organisation genauso entscheidend sind wie die Technologie selbst. So galt es, neben den technischen Herausforderungen auch den richtigen Ansatz für das Change Management zu finden. „Wir wussten von Anfang an, dass wir mit der Einführung von APIs auch vor einem Change-Projekt stehen“, erklärt Daniel Lê. Um diesen Wandel abschließen zu können, musste daher eine Verfestigung im bankweiten Verständnis für APIs erreicht werden. Daher sollten in jedem Unternehmensbereich der Commerzbank APIs selbst entwickelt werden, um damit den Kundenbedürfnissen entsprechende Produkte anzubieten. „Die API-Strategie muss gleichermaßen vom Management wie von den Mitarbeitern mitgetragen und gelebt werden, damit sich APIs nachhaltig im Unternehmen verankern lassen. Und das funktioniert bei uns bislang sehr gut“, so Lê.

Künftig soll der Fokus verstärkt auf ein umfassendes Produkt- und Lifecycle-Management für jede API inklusive der zugehörigen Monetarisierungs- und Vertriebsansätze gelegt werden. Innerhalb der Bank wird eine noch engere Verzahnung mit anderen Technologien wie Cloud und CI/CD (Continuous Integration/ Continuous Deployment) angestrebt. Bei der Partnersuche stehe derweil mehr und mehr die Identifikation des passenden Anwendungsfalls und seines Business Impacts im Mittelpunkt. „Wir erwarten einen deutlichen Schub bei der Entstehung von Business Ecosystems und daran wollen wir partizipieren“, fasst Daniel Lê abschließend zusammen.

Bildquelle: Commerzbank

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