Die Krisenkommunikationsplattform AtHoc von BlackBerry hostet Daten über ein europäisches Rechenzentrum.
Bereist im Oktober 2015 kippte der Europäische Gerichtshof (EuGH) das seit dem Jahr 2000 gültige Safe-Harbor-Abkommen, das bislang die Verarbeitung personenbezogener Daten von EU-Bürgern in den USA regelte. Als Reaktion auf diese Entscheidungen entschied sich BlackBerry dazu, AtHoc – die gehostete vernetzte Krisenkommunikationsplattform des Unternehmens – über sichere Rechenzentren in Europa bereitzustellen.
Das Angebot richtet sich an europäische und weltweit angesiedelte Kunden, die mit der Nutzung der BlackBerry-AtHoc-Cloud zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit beitragen möchten. Mit der Cloud können Personen und Unternehmen im Krisenfall sensible Informationen in Echtzeit geschützt austauschen.
Angesichts der Terroranschläge in den vergangenen Jahren in Frankreich und Belgien zeigt sich, dass der Informationsaustausch sowohl für öffentliche Behörden als auch für Unternehmen, die für die Sicherheit ihres Personals und der Öffentlichkeit Sorge tragen, von großer Bedeutung ist.
Mit dem Hosting in Europa bietet AtHoc ein Angebot, das nicht nur hiesigen Sicherheitsvorschriften entspricht, sondern auch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes ausräumt. Dies gilt auch für den im Oktober 2015 getroffenen Beschluss des Europäischen Gerichtshofs, mit dem die Safe-Harbor-Vereinbarung zwischen den USA und der EU nicht länger für die Übertragung personenbezogener Daten von Europa in die USA gilt.
„Unsere erweiterten, sicheren europäischen Hosting-Kapazitäten bieten hohe Zuverlässigkeit und Sicherheit im Rahmen der Cloud-Bereitstellung“, sagt Guy Miasnik, Präsident der BlackBerry AtHoc Division. „Die Lösung entspricht den europäischen Datenschutzanforderungen und garantiert somit, dass weltweit agierende Unternehmen den Schutz ihrer Mitarbeiter sowie der Allgemeinheit gewährleisten können“, so Miasnik weiter.
Die Krisenkommunikationsplattform ermöglicht im Ernstfall eine effektive Verständigung sowohl innerhalb eines Unternehmensnetzwerkes, als auch unternehmensübergreifend. Die Lösung erlaubt zielgerichtete Alarmmeldungen in Echtzeit. Dabei kann das Unternehmen über verschiedene Kanäle Tausende von Mitarbeitern warnen. Kunden können sich sicher über eine große Anzahl unterschiedlicher Endpunkte vernetzen. Dazu gehören u.a. Mobilgeräte auf iOS- und Android-Basis, PC- und Mac-Desktop-Rechner, digitale Displays, Radios, IP-Telefone, Sirenen, Brandmeldezentralen und Lautsprecher. Dies ermöglicht einen Austausch der Nutzer und trägt zur besseren Einschätzung kritischer Situationen bei.
Die europäischen Rechenzentren bieten Sicherheit und gewährleisten eine hohe Verfügbarkeit. In diesen werden Daten für ansässige Unternehmen des öffentlichen und privaten Sektors in Europa gehostet. Kundendaten werden innerhalb Europas verarbeitet und entsprechen somit den Anforderungen im Umgang mit personenbezogenen Daten und den geltenden Datenschutzbestimmungen. Ein vorrangig auf Disaster-Recovery ausgelegtes Rechenzentrum ergänzt das neue Angebot.
„Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, eng mit unserer wachsenden Zahl europäischer Kunden zusammenzuarbeiten, um ihnen eine sichere Krisenkommunikationstechnologie zur Verfügung stellen zu können, die sie brauchen, um in kritischen Situationen schnell kommunizieren und kollaborieren zu können“, sagt Florian Bienvenu, Senior Vice President des Bereichs EMEA Enterprise Sales von BlackBerry.
Mit der Verfügbarkeit des europäischen Rechenzentrums bietet AtHoc Hosting-Lösungen für Unternehmen auf der ganzen Welt an. Neben Europa ist die BlackBerry-AtHoc-Cloud über die Rechenzentren des Unternehmens in den USA und seit Februar 2016 auch über das BlackBerry-Rechenzentrum in Kanada erreichbar.
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