Krisenkommunikation am Flughafen

Im Notfall informiert

Die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit an Flughäfen ist eine komplexe Angelegenheit, die eine gut vernetzte Krisenkommunikationsstruktur, wie sie AtHoc bietet, erforderlich macht.

Flugzeug mit Personenumrissen

Einer der wichtigsten Aspekte, um in einem Notfall schnell und angemessen reagieren zu können, ist eine gut funktionierende Kommunikation zwischen sämtlichen Beteiligten und Verantwortlichen.

Vor allem Flughäfen sind im Ernstfall auf die Unterstützung zahlreicher Akteure – unter anderem Feuerwehr, Polizei und örtliche Sicherheitsbeamte – angewiesen. Für eine effektive Zusammenarbeit ist der rechtzeitige Austausch von detaillierten Informationen unerlässlich. Doch häufig stellen veraltete Kommunikationsstrukturen und -technologien sowie inkompatible Systeme das Flughafen-Management vor Probleme. Hinzu kommt, dass die auf dem Gelände ansässigen Fluggesellschaften, Fracht- und Einzelhandelsunternehmen oder Wartungsfirmen für Notfälle oftmals eigene organisatorische Abläufe und Verhaltensregeln erstellen. Über die Menge der zu informierenden und zu steuernden Akteure – Passagiere, Bodenpersonal und die Öffentlichkeit – hinaus, stellen auch unterschiedliche Sicherheitsstufen und Zugriffsebenen sowie die Sprache Barrieren dar.

Angestrebt werden sollte demnach statt mehrerer Stand-alone-Systeme eine durchgängige Lösung, um eine schnelle Reaktionsfähigkeit zu ermöglichen.

Beispielhafter Notfallplan

Im Juli 2013 durchbrach eine Boeing 777 von Asian Airlines bei der Landung am San Francisco International Airport einen Damm. In vielerlei Hinsicht funktionierte das Notfallsystem in dieser Situation wie geplant. Die Luftverkehrskontrolle arbeitet mit Polizei, Feuerwehr sowie den Sicherheitskräften vor Ort eng zusammen, um die Erstversorgung der rund 300 an Board befindlichen Passagiere zu gewährleisten und gleichzeitig die Gefahr, die von dem verunglückten Flugzeug für das Bodenpersonal und weitere Angestellte ausging, zu minimieren.
Mithilfe von Massenbenachrichtigungen, die Bestandteil des einheitlichen Notfallplans waren, konnte die Routine nach dem Vorfall schnell wiederhergestellt werden.

Weil es außerordentlich schwierig ist, bei einer unmittelbaren Gefahr eine große Anzahl von Beteiligten zu koordinieren und chaotische Reaktionen, die aufgrund unterschiedlicher Systeme hervorgerufen werden, zu vermeiden, ist der Einsatz einer interoperablen Kommunikationsplattform erforderlich.

Welche Folgen der Verzicht einer durchgängigen Lösung haben kann, verdeutlicht die Vorgehensweise während einer Schießerei im öffentlichen Bereich des Flughafen in Los Angeles. Rund 20 verschiedene Einsatzgruppen inklusive Kommunikationssystem agierten dort parallel, infolgedessen dauerte es über 90 Minuten, bis ein erstes Treffen zwischen allen beteiligten Sicherheitskräften zustande kam.

Einheitliche Informationsbasis

Kommt es zu einem Notfall, müssen neben Sicherheitskräften auch Fluggesellschaften, Reiseanbieter und Hotels in Echtzeit informiert werden, um auf Unterbrechungen und Änderungen im Flugplan unmittelbar reagieren zu können. So werden etwa Schichtwechsel zeitlich verschoben, um den Verkehr um das Flughafengelände möglichst gering zu halten. Zudem werden Reisende auf ihrem Weg zum Flughafen bei Bedarf umgeleitet und bei der Suche nach alternativen Transportmitteln unterstützt. Hotels vor Ort erhalten die Information, dass mitunter am Flughafen „gestrandete“ Reisegäste eine Unterkunft benötigen. Und umliegende Krankenhäuser sowie medizinisches Personal können sich zeitnah auf das Eintreffen von Verletzten vorbereiten. Wichtig ist es auch, in räumlicher Nähe befindliche Einrichtungen wie Schulen, den Einzelhandel oder ganze Wohngebiete über die aktuelle Gefahrensituation zu informieren und entsprechend Entwarnung zu geben.

Standardisierte Prozesse vermeiden Fehler

Wie bedeutsam die vernetzte Kommunikation am Flughafen ist, zeigt ein Auftrag von der US Transportation Security Aminstration (TSA), den Athoc 2015 erhalten hat. Dieser beinhaltet die Absicherung von mehr als 200 großen Flughäfen landesweit mit der Krisenmanagement-Lösung. Auf diese Weise sollen die Abläufe im Falle eines Notfalls mithilfe von vorab standardisierten Prozessen und vordefinierten Reaktionsszenarien beschleunigt und unnötige, manuelle Eingriffe in die Kommunikation, die Fehler und Redundanzen bergen, vermieden werden.

Notfallmaßnahmen von Athoc:

  • Echtzeitverarbeitung von Krisenmeldungen
    Durch vorab standardisierte Regeln zur Weiterleitung von Krisenmeldungen in das eigene Unternehmen bzw. zu anderen Firmen/Organisationen werden manuelle Eingriffe und Weiterleitungen vermieden und Zeit gewonnen.
  • Automatisierte Steuerung der zu benachrichtigenden Mitarbeiter
    AtHoc verfügt über ein Tool, mit dem im Notfall nur die wirklich notwendige Anzahl von Mitarbeitern mit einer spezifischen Qualifikation benachrichtigt wird und die übrigen Kräfte für andere Einsätze zur Verfügung stehen.
  • Automatisierte Warnabläufe
    Das System erkennt selbständig, wenn im Rahmen der Benachrichtigungskette bestimmte Positionen und Aufgaben durch Mitarbeiter nicht abgedeckt werden können (z.B. weil sie nicht erreichbar sind) und schlägt dem Management automatisiert alternative Mitarbeiter vor und benachrichtigt diese.
  • Abgestufte Benachrichtigungsgrade
    Individualisierbare Vorlagen ermöglichen es den Unternehmen, je nach Schweregrad der Krise Alarmwarnungen in unterschiedlichen Dringlichkeitsstufen herauszugeben.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok