Unter dem Markenzeichen des Schirms bietet Avira Software-Lösungen zur Verbesserung von Sicherheit und Performance für Windows, Android, MacOS und iOS. Das Produktportfolio wurde in puncto Malware-Erkennung, Leistung und Benutzerfreundlichkeit vielfach ausgezeichnet. Neben dem starken Endkundengeschäft vermarktet Avira die hauseigenen Sicherheitslösungen als OEM auch an andere Unternehmen, die diese Dienste weiterverkaufen oder in ihre eigenen Lösungen integrieren.
Nicht zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen die Verantwortlichen bei Avira den Betrieb eines eigenen Rechenzentrums, sodass folgerichtig die strategische Entscheidung einer Auslagerung getroffen wurde. Voraussetzung bei der Auswahl des neuen Partners Equinix war der Direct Connect zu Amazon Web Services (AWS). Es ging also nicht nur um den Betrieb des Rechenzentrums, sondern ebenso um die Nutzung von Platform Equinix™ als Möglichkeit der latenzarmen und direkten Anbindung bestehender Services.
Bereits 2012 begann Avira damit, Lösungen von Amazon Web Services zu nutzen. Man erkannte bald, dass Cloud-Dienste eine Möglichkeit boten, sich technologisch weiterzuentwickeln und die Erreichung der gesetzten Ziele hinsichtlich Skalierbarkeit und flexibler IT-Architektur zu unterstützen. Parallel gelangte das Unternehmen zu der Einsicht, dass der Betrieb eines eigenen Rechenzentrums zwar reibungslos funktioniert hatte, aufgrund des starken Wachstums jedoch hinsichtlich Flexibilität und Leistung zunehmend schwieriger wurde. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund von Ausfallsicherheit und Kostenkontrolle suchte man nach einer zukunftssicheren Lösung.
„Equinix hat uns den Direct Connect zu Amazon Web Services angeboten. Das war uns wichtig, weil wir so Produkte, die bereits in der Cloud laufen, bei geringen Latenzzeiten mit unserer eigenen Infrastruktur verbinden können.“
Ralf Amrein, Manager IT Infrastructure Services & Data Center
Für Equinix sprach aus Sicht von Avira vor allem die Möglichkeit, in der Equinix-Umgebung die bisher genutzten VPN-Verbindungen zu den Cloud-Diensten durch eine direkte Anbindung an AWS Direct Connect zu ersetzen. „Die neue Lösung ermöglicht uns einen besseren Betrieb der Infrastruktur. Auch Migrationsszenarien sind einfacher und schneller zu implementieren. Die Hybrid Cloud-Lösung beinhaltet eine deutliche Reduzierung der Latenzzeiten“, beschreibt Projektleiter Ralf Amrein die Vorzüge des Data Centers bei Equinix. Das Konzept der skalierbaren Architektur garantiert darüber hinaus Flexibilität und Kostenkontrolle.
Basierend auf den guten Erfahrungen, die man seit 2012 mit AWS gesammelt hatte und in Kombination mit einer professionellen Cloud Readiness-Analyse kam man zu dem Schluss, dass ein beträchtlicher Teil der Services von einer Migration in die Cloud profitieren würde.
Insgesamt lag die Projektlaufzeit inklusive Planung, Vorbereitung und Migration bei ungefähr acht Monaten, wobei die reine Migration bereits innerhalb von drei Monaten abgeschlossen werden konnte. Es war kein reiner Transfer der bisherigen IT-Infrastruktur, denn Avira konnte parallel Server konsolidieren und weitere Teile der Infrastruktur in die Cloud verschieben. Von ursprünglich 700 Servern wurden letztlich nur gut die Hälfte (362) Server umgezogen. Wichtig war dabei die Identifizierung der Abhängigkeiten der Server untereinander, um bestimmen zu können, welche Server sich in zu Gruppen zusammenfassen lassen konnten und welche sich gemeinsam abschalten ließen.
Teile der Infrastruktur, die sich bereits in der Cloud befanden, konnten eins zu eins und ohne Ausfallzeiten umgeschaltet werden. Bei anderen Anwendungen legten die Benutzer die Daten für den Transfer in der Cloud ab. Wieder andere Server wurden abends abgeschaltet, nach Frankfurt gebracht und dort direkt wieder in Betrieb genommen. „Equinix hat sich beim Umzug als sehr flexibler und kooperativer Partner erwiesen und ist teilweise von Standard-Prozessen abgewichen, um uns zu unterstützen und einen reibungslosen und schnellen Ablauf sicherzustellen“, unterstreicht Amrein.
Nach erfolgter Migration greift die IT von Avira jetzt zu etwa 70 Prozent auf dedizierte Hardware zurück, zu 30 Prozent auf die Cloud. Um zu entscheiden, welche Anwendungen wo bereitgestellt werden, hat Ralf Amrein für Avira einen Workflow erarbeitet, der es den Mitarbeitern erlaubt, einzelne Services zu prüfen und daraufhin zu entscheiden, ob diese besser und kostengünstiger in der Cloud oder auf eigener Hardware betrieben werden sollten.
Hauptgrund für die Migration war vor dem Hintergrund des starken Firmenwachstums der Wunsch nach mehr Flexibilität mit einer zukunftsfähigen Lösung. Die Entscheidung pro Platform Equinix™ mit ihren sich ständig weiterentwickelndem Portfolio an Bausteinen und intelligenten Services war demnach nur konsequent. Die direkte Cloud-Anbindung an die Services von AWS macht die VPN-Infrastruktur und die aufwendige Pflege der letzten Meile überflüssig. Die Latenzzeiten der Lösung haben sich durch die Migration um ca. 50 bis 60 Prozent reduziert. Da der gesamte Datenaustausch über ein sicheres privates Netzwerk erfolgt, sind Gefährdungen und Leistungsschwankungen wie bei Transfers über das öffentliche Internet ausgeschlossen. Der Betrieb der Infrastruktur über Platform Equinix™ senkt zudem die Betriebskosten im Vergleich zum Eigenbetrieb. Die Einsparungen sollen im operativen Betrieb langfristig bei 50 Prozent liegen.
Die Ergebnisse auf einen Blick
- Erhöhung der Flexibilität durch Verlagerung von Teilen der Infrastruktur in die Cloud
- Identifizierung cloud-fähiger Services
- Senkung der Betriebskosten um 50 Prozent in der Endstufe
- Vereinfachung des Betriebs durch Ablösung der VPN-Verbindungen
- Senkung der Latenzzeiten um 50 bis 60 Prozent durch direkte Anbindung zu Amazon Web Services
- Bandbreite der Infrastruktur in die Cloud von AWS hat sich um zirka 40 Prozent verbessert
Über Avira
Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung ist Avira ein Vorreiter im Antivirenschutz. Avira beschäftigt heute über 500 Mitarbeiter und ist ein familiengeführtes Unternehmen mit Hauptsitz in Tettnang am Bodensee und weiteren Niederlassungen in München, Bukarest, Peking und im Silicon Valley. Ein Teil der Einnahmen fließt in die Auerbach Stiftung, die damit gemeinnützige und soziale Projekte fördert.
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