EMM-Markt wächst

Enterprise Mobility Management auf Erfolgskurs

Enterprise Mobility ist in deutschen Unternehmen zum Megatrend gereift. Unternehmen müssen das Thema unbedingt auf die Agenda setzen, anderenfalls drohen Wettbewerbsnachteile.

Integrierte Lösungen, Enterprise Mobility Management (EMM) aus der Cloud, dezentrale Budgets und Choose Your Own Device (CYOD) sind die aktuellen Trends bei Enterprise Mobility. Die vor wenigen Tagen veröffentlichte IDC-Studie „Enterprise Mobility in Deutschland 2014/2015“ zeigt: Kein Unternehmen kann es sich leisten, das Thema zu ignorieren.

Ziel der Befragung im Oktober 2014 unter 251 Entscheidern aus Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern war es, ein besseres Verständnis über die Verwendung mobiler Technologie in der deutschen Wirtschaft zu gewinnen. Besonders im Blickpunkt stand unter anderem Enterprise Mobility Management (EMM).

Integrierte Lösungen

Die Einführung oder Ausweitung von EMM ist für die IT-Verantwortlichen eine der wichtigsten Mobility-Initiativen im kommenden Jahr. IDC prognostiziert eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate bis zum Jahr 2018 von 11 Prozent. Somit wächst EMM doppelt so schnell wie der Software-Gesamtmarkt in Deutschland in den kommenden Jahren.

Doch eine Vielzahl der Unternehmen nutzt lediglich einen Ausschnitt aus Enterprise Mobility Management. Auf Gerätemanagement (MDM) setzen 57 Prozent, auf Content-Management (MCM) 51 Prozent und auf App-Management (MAM) 48 Prozent.

Doch zahlreiche Unternehmen sind mit diesen Insellösungen nicht mehr zufrieden. Die Nachfrage nach integrierten Lösungen wächst. Die Unternehmen wünschen sich Tools, die alle Aspekte von Enterprise Mobility Management unter einer einheitlichen Oberfläche anbieten.

EMM aus der Cloud

Ein zweiter Trend ergibt sich logisch aus dem ersten: Die Unternehmen bevorzugen die Cloud als Plattform für umfassende EMM-Lösungen. Denn eine erfolgreich umgesetzte Mobility-Initiative hat für die IT eine Nebenfolge: Die Komplexität der Aufgaben wächst, es müssen mehr Ressourcen her.
Eine praktikable und immer häufiger genutzte Möglichkeit ist „Software as a Service (SaaS)“, also die Buchungen eines EMM-Services im Abonnement. Die IDC-Studie erwartet, dass die Cloud in den nächsten zwei Jahren deutlich gegenüber On-Premise-Lösungen an Bedeutung gewinnen wird. Anbieter ohne eigenen Cloudservice dürften langfristig keine Überlebenschance haben.

Mobility-Budgets für Fachbereiche

Dezentrale Mobility-Budgets sind die Konsequenz einer schon seit Jahren andauernden Entwicklung. Während die Fachbereiche bei IT-Entscheidungen früher gar nicht berücksichtigt wurden, haben sie in den zurückliegenden Jahren immer häufiger Mitspracherechte im Entscheidungsprozess bekommen.

Inzwischen verfügen viele Fachbereiche sogar über ein eigenes IT-Budget: 53 Prozent der Business-Verantwortlichen gaben an, dass es 2015 ein entsprechendes Budget in ihrem Fachbereich geben wird. Somit liegen die finanziellen Mittel nun zum Teil bei den Abteilungen, die letztlich von dem Einsatz mobiler Technologie profitieren sollen.

Eine typische Aufgabe für ein dezentrales Mobility-Budget ist die Entwicklung oder der Einkauf von spezifischen Apps für den Fachbereich. Solche Apps werden in der Regel im engen Kontakt mit den jeweiligen Experten des Fachbereichs entwickelt, sodass eine eigene Budgetverantwortung nahe liegt.

Choose Your Own Device (CYOD)

Bring Your Own Device (BYOD) ist schon aus Sicherheitsgründen nicht besonders beliebt in den IT-Organisationen. Eine praktikable Alternative ist dagegen Choose Your Own Device (CYOD). Hier können die Mitarbeiter ihr mobiles Gerät aus einer Liste freigegebener Geräte wählen. Etwa jedes zweite befragte Unternehmen greift zu diesem Verfahren.

Dadurch kommt das Unternehmen den Wünschen der Mitarbeiter entgegen, behält aber trotzdem die volle Kontrolle über die Geräte und deren Inhalte. Zusätzlich kann die IT die Systemvielfalt in Grenzen halten und eine durch den Einsatz privater Geräte und Apps nicht garantierte Rechtssicherheit erreichen.

Auch die Anwender sind im Regelfall mit diesem Konzept zufrieden. „Ihnen geht es nicht primär darum, ihr eigenes Gerät zu verwenden“, erläutert Mark Alexander Schulte, Consultant und Projektleiter bei IDC, „sondern vielmehr eins, das die gleiche Funktionalität bietet wie ihr privates.“

 

Inks: Die IDC-Studie „Enterprise Mobility in Deutschland 2014/2015“

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