Apps und mehr

Enterprise Mobility Management für 400.000

In großen Unternehmen wie IBM sind auch die Aufgaben der IT groß, zum Beispiel mobile Geräte und Apps für mehr als 400.000 Leute zu verwalten.

Bochum hat ungefähr 360.000 Einwohner, Duisburg 480.000. Nur 14 deutsche Großstädte haben noch mehr Einwohner. Das Unternehmen IBM ist von der Zahl seiner Mitarbeiter vergleichbar: Weltweit arbeiten etwas mehr als 400.000 Menschen für den Konzern.

Gäbe es für alle diese Mitarbeiter einen gemeinsamen Unternehmens-Campus, so könnte er sich durchaus mit einer mittleren Großstadt vergleichen. Auch die Komplexität der Aufgaben von Management und Stadtverwaltung sind durchaus vergleichbar.

Eines der wichtigsten Probleme in IBM City ist das Management der Corporate IT: Etwa die Hälfte der Mitarbeiter arbeiten mobil. Sie nutzen insgesamt gut 700.000 Laptops und mehr als 140.000 Mobilgeräte anderer Art. Bei Letzteren gibt es noch eine Besonderheit: Etwa 85 Prozent der Smartphones und Tablets gehören den Mitarbeitern persönlich.

Diese Fakten zeigen, das Enterprise Mobility Management bei IBM keine leichte Aufgabe ist. Wie kann das Unternehmen auf der ganzen Welt dafür sorgen, dass alle Mitarbeiter auf das interne Netzwerk zugreifen können – und dies auch noch sicher?

Bill Tworek, Executive Architect im IBM CIO Office, hat diese Frage auf der IBM InterConnect 2015 beantwortet. „In vielen Studien werden Sie lesen, dass mobile Anwendungen seit 2014 höhere Sicherheitskriterien erfüllen wie andere Bereiche der IT“, beschreibt Bill Tworek die aktuelle Situation.

„Aber in Wirklichkeit geht es für IBM und so gut wie jedes andere Unternehmen nicht nur darum mobile Geräte zu verwalten und abzusichern“, betont Tworek. „Es geht um das Management der Schnittpunkte der vielen IT-Themen, die heute in den Unternehmen aufblühen: Mobile, Cloud, Internet der Dinge, Social, Konsumerisierung, Big Data und vieles mehr.“

Die Sicherheitsphilosophie von IBM

Nach Ansicht von Tworek lässt sich anhand dieser Liste recht einfach erkennen, wie die Komplexität der Aufgaben in der IT steigt. Dieser Anstieg habe nicht nur mit der wachsenden Zahl und Heterogenität der Geräte zu tun, die sich mit den Geschäftsdaten verbinden. Ein wichtiger Punkt seien auch externe Faktoren, die ebenso in die Betrachtung einbezogen werden müssen.

Er empfiehlt den Unternehmen einen einfachen Trick: Sie müssen sich auf Sicherheit konzentrieren, wenn es wirklich notwendig ist und in anderen Fällen höchstmögliche Flexibilität erlauben. IBM löst dieses Problem mit einer Sicherheitsphilosophie, die auf fünf Schritten basiert:

  1. Rechtssicherheit auf der Basis von Richtlinien etablieren
  2. Den Mitarbeiter als erste Verteidigungslinie identifizieren
  3. Granulare und datenzentrierte Sicherheits-Paradigmen schaffen
  4. Auf Design und Benutzerfreundlichkeit konzentrieren
  5. Bei der Cloud-Geschwindigkeit ansetzen

Dafür hat IBM seine eigene Lösung MobileFirst Protect im ganzen Unternehmen ausgerollt. „Auch IBM musste eine Antwort auf den Bedeutungsverlust des Büros finden“, sagt Tworek. „Die Aufgabe war, eine Vielzahl an Geräten und Standorten zu verwalten, darüber hinaus die Wünsche der Mitarbeiter hinsichtlich des Datenzugriffs zu beachten sowie eine Vielzahl an externen Faktoren zu berücksichtigen.“

Dies alles laufe zusammen im Enterprise Mobility Management. Tworek: „Wir mussten diese Aufgaben erfüllen und außerdem immer die Kontrolle behalten, um unsere Daten abzusichern und die Kompetenz-Anforderungen zu erfüllen. Das ist uns gelungen.“


Zur IBM InterConnect 2015


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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