Mobil mit Windows 10

Das völlig unmögliche Surface Pro 4

Anfangs wurde die Surface-Reihe von Microsoft eher belächelt, inzwischen sind die Kritiker verstummt. Sie bringen selber Surface-Clones heraus.

Microsoft Surface Pro 4

Das Surface Pro 4 dürfte eigentlich gar nicht existieren, zumindest wenn es nach Apple-CEO Tim Cook geht. Weder ein richtiges Notebook, noch ein richtiges Tablet, urteilte der Apple-Chef beim Erscheinen des ersten Surface Pro. Inzwischen hat Apple auch ein großes Tablet mit ansteckbarer Tastatur im Programm.

Microsoft hat von Anfang an diese Gerätegattung geglaubt und mit stoischer Geduld ein Modell nach dem anderen auf den Markt gebracht – jedes besser als das vorherige. Mit dem aktuellen Surface Pro 4 und Windows 10 ist der Hersteller nach einhelliger Meinung diverser Gerätetester in die Hightech-Umlaufbahn vorgestoßen – unerreichbar für die Konkurrenz.

Tatsächlich ist es Microsoft gelungen, mit jeder neuen Geräteversion Benutzerfreundlichkeit, Qualität und Ausstattung entsprechend der Rückmeldungen der Kunden zu verbessern. Vor allem Tastatur und Stylus sind in der aktuellen Version noch einmal deutlich verbessert worden, unter anderem gibt es jetzt auch ein Touchpad.

Das wirkt auf den ersten Blick überflüssig, schließlich hat das Surface einen Touchscreen. Doch das Gerät ist mit Blick auf den modernen Wissensarbeiter entwickelt worden. Wer mit der Tastatur arbeitet und rasch etwas anklicken möchte, ist mit einem Touchpad deutlich schneller als mit dem Touchscreen. Auch das Markieren von Texten geht einfacher.

Darüber hinaus ist das Gerät ein vollwertiger Windows-PC mit einem USB-Port und der Möglichkeit, eine Dockingstation anzuschließen. Letzteres erlaubt den wahlweisen Betrieb unterwegs und im Büro. Nach dem Andocken kann es dann wie ein normaler Desktoprechner genutzt werden.

Flexible Einsatzszenarios

Ein weiterer Vorteil ist natürlich Windows 10, das inzwischen kaum noch Wünsche offenlässt. Dadurch ist das Surface Pro 4 jederzeit ein vollwertiger Computer, der nicht nur die neuen Windows-Apps ausführt, sondern auch herkömmliche Windows-Anwendungen.

Der letzte Punkt ist besonders für Unternehmen interessant. Sie setzen vorwiegend Business-Anwendungen für den Windows-Desktop ein, die nun dank Surface nicht mühselig „mobilisiert“ (sprich: als App nachgebaut) werden müssen.
Durch die flexiblen Einsatzszenarios hat die Surface-Reihe zu zahlreichen Nachahmungen geführt – nicht nur bei Apple. Praktisch jeder Hersteller hat ein Hybrid-Notebook im Angebot. Mal sind die Geräte eher ein Tablet, mal mehr ein Notebook. Eines ist jedoch dem Großteil der Surface-Clones eigen: Der recht stolze Preis, bei der verbauten Technik kein Wunder.

Doch es gibt von einigen Herstellern wie etwa Medion (Aldi) auch Hybridgeräte, die deutlich günstiger sind. Dabei handelt es sich in aller Regel nicht um Geräte mit fortschrittlichster Technik. Sie sind nach dem Prinzip Windows-Tablet mit mobiler Dockingstation aufgebaut. Hier ist nicht alles so elegant gelöst wie beim Surface Pro 4, aber Preise von rund 300 Euro sind ein gutes Argument.

Das Surface Pro 4 im Business-Einsatz
Das Surface Pro 4 im Microsoft-Shop
Technische Details stehen in diesem Artikel

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