Wissensarbeit im Team

Innovationen erfordern Teamarbeit und Wissensmanagement

Autonome Teams, die ihr Wissen austauschen und öffentlich machen, sind eine wichtige Grundlage für das digitale Wirtschaftswunder.

Projektgruppe

Innovationen entstehen nicht von selbst. Sie basieren auf Ideen von Menschen, die in einem entsprechenden Umfeld ausgearbeitet, diskutiert und weiterentwickelt werden. Dabei sind organisatorische Strukturen sehr wichtig und zwar auf drei Ebenen: Teams, Mitarbeiter und Wissen. Verknüpft sind diese drei Ebenen durch Informationstechnologie.

Flexible und autonome Teams sind die Quelle für Innovationen und das digitale Wirtschaftswunder. Sie setzen sich aus den Elementen Mensch, Technologie und Prozessen zusammen. Wichtig ist dabei die Fehlertoleranz. Unternehmen sollten in ihren Teams eine offene Fehlerkultur haben, sodass strukturierter Wissensaustausch und eine offene Kommunikation im Teamalltag die Regel sind. Dies schafft Vertrauen und sorgt für kreative Freiheit und Selbstorganisation.

Kurz: Es stehen autonome Teams, die an Innovationen arbeiten können. Die technologische Basis sind dabei Software-Lösungen wie Office 365, Yammer und SharePoint. Sie führen flexible Teams zusammen, auch wenn sie sich in unterschiedlichen Räumen oder verschiedenen Zeitzonen befinden.

Doch solche Organisationsformen sind kein Selbstzweck. Sie dienen dazu, das größte Kapital eines Unternehmens – die Mitarbeiter – gewinnbringend einzusetzen. Unternehmen mit flexiblen Arbeitsformen sind deutlich profitabler als ihre Wettbewerber. Sie bemühen sich, Mitarbeiter nach ihren persönlichen Stärken und Fähigkeiten optimal einzusetzen und nutzen dafür digitale Technologien.

So sind für Mitarbeiter heutzutage digitale Arbeitsplätze Standard, die Mobility-und Cloud-Technologien einsetzen, um die Mitarbeiter möglichst flexibel zu machen. Eine wichtige Ergänzung ist darüber hinaus der vierte Produktionsfaktor: Wissen.

Nicht umsonst wird ein Großteil der heute geleisteten Arbeit unter dem Begriff „Wissensarbeit“ geführt. Ein entscheidender Standortfaktor für Deutschland ist das Know-how in den hochspezialisierten Branchen. Sie müssen auch in Zukunft die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und damit den Wohlstand unserer Gesellschaft sichern.

Unternehmen sollten deshalb ein großes Interesse daran entwickeln, den eigenen Wissensstand zu erfassen und nutzbar zu machen. Der Wert eines Mitarbeiters misst sich in seinen Fähigkeiten und seinem Wissensstand, der allerdings nicht nur in den Köpfen existieren darf.

Wissensmanagement ist der Schlüssel zur Innovation

Moderne Unternehmen im Bereich der Wissensarbeit sind besonders stark von der Mitarbeiterfluktuation bedroht. Sie lag in der Gesamtwirtschaft durchschnittlich bei 13 Prozent. Das würde ein Austausch der kompletten Belegschaft innerhalb von siebeneinhalb Jahren bedeuten. In der IT-Branche liegt die Fluktuationsquote sogar höher, nämlich bei 30 Prozent.

Dies bedeutet für die Unternehmen einen enormen Kompetenzverlust. In einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts gaben mehr als 60 Prozent der Befragten an, dass sie einen Kompetenzverlust erleiden, wenn Fachkräfte aus Karrieregründen das Unternehmen verlassen.

Trotzdem haben deutsche Unternehmen noch erheblichen Nachholbedarf beim Thema Wissensmanagement. Laut einer Studie von Haufe nutzt nur etwa jedes zweite der deutschen Unternehmen erfolgreiche Methoden des Wissensmanagements. Die Konsequenzen Mehrarbeit, Fehler, falsche Entscheidungen und mangelnde Motivation.

Produktives Wissensmanagement ist deswegen ein wichtiger Erfolgsfaktor für die digitale Transformation und das digitale Wirtschaftswunder. Transparente, offene Zusammenarbeit in Netzwerken ist dabei eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Wissensmanagement.

Arbeitsergebnisse müssen öffentlich sein und Rückmeldungen helfen bei der Verbesserung der Arbeit. Dadurch entstehen breite interdisziplinäre Beziehungen, die das volle Potenzial aller Mitarbeiter ausschöpfen.


Erfolgsfaktoren der Digitalisierung

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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