Tools ergänzen Office 365

Produktivität mit Wunderlist und OneNote

Microsoft bietet inzwischen zahlreiche Apps für alle Mobilbetriebssysteme an, neben Office-Apps auch zahlreiche Produktivitäts-Tools.

Das Ökosystem der Produktivität-Tools von Microsoft hat Zuwachs bekommen: Die Aufgabenverwaltung Wunderlist. Für die 13 Millionen Anwender der App wird sich wohl nicht viel ändern, denn inzwischen gehört es zur Strategie von Microsoft, alle Mobilbetriebssysteme zu unterstützen. Es steht zu erwarten, dass zum Erscheinen von Windows 10 eine neue Universal-App bereit sein wird.

Das neueste Produktivitäts-Tool bei Microsoft

Vor fünf Jahren gegründet, gehörte der Hersteller von Wunderlist, das Berliner Startup 6Wunderkinder, schnell zu den Stars der Szene. Dank einer heimelig wirkenden Benutzeroberfläche und eines hervorragenden Marketings konnte die kleine App sehr schnell zahlreiche Fans von ihrem Nutzen überzeugen.

Obwohl der Markt der Task-Manager recht überlaufen ist, legte die App ein erstaunliches Wachstum vor. So kam sie irgendwann in den Blick von Microsoft-CEO Satya Nadella. Die Akquisition ist eine vollkommen logische Entscheidung: Microsoft braucht für sein neues Betriebssystem dringend attraktive Apps mit vielen Nutzern und die 6Wunderkinder konnten genau dies bieten.

Wunderlist ist nicht die einzige Akquisition eines bewährten Produktivitäts-Tools. Ende 2014 kaufte Microsoft den mobilen „Personal Information Manager“ Accompli und brachte im Frühjahr eine neue Version unter dem Namen „Outlook Mobile“ auf den Markt - als Teil des mobilen Office von Microsoft. Im Februar 2015 erwarb Microsoft den Sunrise Calendar, ein populäres und optisch gelungenes Kalenderprogramm unter Android und iOS.

Und nun Wunderlist. Alle Aufkäufe passen gut in Bereiche von Office 365, die Microsoft ausbauen will. So hat es kürzlich angekündigt, Outlook.com und den Online-Kalender zu erweitern und um einen Aufgabenmanager zu erweitern. Eine populäre Aufgabenverwaltung passt also sehr gut in das Portfolio.

Ein Ökosystem aus kleinen und großen Helfern

Inzwischen besitzt Microsoft eine recht stattliche Sammlung kleiner und großer Apps:

  • Die Arbeit mit Office 365 wird durch zwei neue, smarte Module vereinfacht. Microsoft Clutter ist ein intelligenter Posteingang. Ein selbstlernender Algorithmus sortiert unwichtige Nachrichten automatisch aus. Microsoft Delve stellt Informationen und Verbindungen zu Arbeitskollegen intelligent zusammen und gruppiert sie thematisch.
  • Die Office-Apps (Word, Excel, Powerpoint, Outlook) gibt es für Android und iOS. Sobald Windows 10 erscheint, wird es auch entsprechende Apps für dieses Betriebssystem geben. Am Rande bemerkt: Die Desktop-Anwendungen erscheinen natürlich auch weiterhin.
  • Die neue Online-App Office Sway ist in der letzten Zeit ein wenig aus dem Blick geraten, doch sie erfüllt eine wichtige Aufgabe: Mit ihr können Anwender sehr einfach optisch attraktive Präsentation herstellen. Anders als PowerPoint orientiert es sich nicht an Folien oder Dias, sondern eher an Magazinseiten oder Websites.
  • OneNote ist zu einem eigenen Ökosystem gewachsen. Sowohl die mobilen Apps als auch die Desktop-Anwendung sind gratis und bieten den vollen Funktionsumfang. Darüber hinaus gibt es Zusatz-Apps wie den Kamera-Scanner Office Lens und Integrationsdienste. Beispiele: Der RSS-Reader Feedly kann Artikel in OneNote speichern und der Automatisierungsdienst IFTTT kann OneNote für die automatisch ablaufende Aufgaben einsetzen.
  • OneDrive ist längst mehr als eine reine Online-Festplatte. Für Windows 10 ist er der Standardspeicher in der Cloud. Durch die Anbindung der Office-Webapps kann OneDrive in vielen Einsatzszenarien auch als „kleine“ Office-Suite für mobile Nutzer oder Gelegenheitsanwender eingesetzt werden.
  • Skype ist sehr stark in Windows 10 integriert und wird von Microsoft fortlaufend ausgebaut. Es ist längst nicht mehr nur ein Tool für Text- und Videochats, sondern eher eine Kombination aus Software für „Unified Communication“ und „Collaborative Work“.
  • Cortana wird unter Windows 10 zu einer zentralen Produktivitäts-App, die nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch bei der Automatisierung und Beschleunigung von Aufgaben hilft.
  • Eine wachsende Anzahl an kleineren Apps richtet sich in erster Linie an Privatleute, beispielsweise Xim für den Fototausch und Hyperlapse für das Anfertigen von Zeitraffervideos.


Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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