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Mobilfunk

5G: Turbo für den deutschen Mittelstand?

Im Frühsommer endete nach 497 Runden das Bietergefecht um die 5G-Lizenzen. Vodafone, die Deutsche Telekom, Drillisch und Telefónica konnten sich die begehrten Frequenzen sichern. Der Erlös überstieg mit einer Summe von rund 6,55 Mrd. Euro viele Erwartungen.

Visualisierung eines Mobilfunknetzes über einer Großstadt

5G könnte den Einsatz vieler Schlüsseltechnologien vereinfachen.

Die Mobilfunkanbieter zögerten denn auch nicht, in der Folgezeit etliche prestigeträchtige und medienwirksame 5G-Projekte zu starten. So gab z.B. Vodafone auf der IAA seine Partnerschaft mit Airbus bekannt und demonstrierte, wie Luftfahrzeuge aus mehreren hundert Kilometern Entfernung gesteuert werden können, oder stellte zusammen mit der Deutschen Fußballliga Augmented-Reality-Anwendungen (AR) für Stadionbesucher vor. Die Telekom hingegen kündigte an, mit Audi als Partner Ingolstadt zur Smart City zu machen und mittels 5G neue Impulse für das vernetzte Fahren zu setzen. Obwohl dies spannende und zukunftsweisende Projekte sind, bleibt die Frage, wie der Mittelstand von dem Mobilfunkstandard profitieren kann. Ausgiebig widmet sich diesem Thema auf der Digitalmesse TWENTY2X vor allem der Bereich NEW TECH, wird es hier doch um die zeitnahe Implementierung aktueller und zukunftsweisender Technologien gehen.

Gerne wird hier das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) ins Spiel gebracht. Schätzungen zufolge wird es bis zum Jahr 2021 weltweit über 25 Mrd. vernetzte Geräte geben. Tatsächlich ist der 5G-Standard in der Produktion jedoch nicht zwingend für den Ausbau des IoT erforderlich. Da es hier meist nicht um hohe Bandbreiten, sondern eher um den zuverlässigen Austausch von kleineren Datenpaketen geht, genügen in der Regel Geschwindigkeiten, wie sie durch GSM, 2G, 3G und 4G erzielt werden können.

Neue Möglichkeiten für Virtual Reality

Außerordentlich wichtig ist 5G jedoch für Technologien wie Augmented und auch Virtual Reality (VR). In etlichen mittelständischen Branchen wird ihr Einsatz bereits erprobt und gerade auch in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels können sie helfen, die vorhandene Belegschaft zu entlasten und die Effizienz zu steigern. Um diese Anwendungen allerdings zuverlässig zu implementieren, sind große Übertragungsraten und möglichst geringe Latenzzeiten erforderlich.
Ein weiterer Vorteil von 5G gegenüber seinen Vorgängern ist das sogenannte Slicing, also die Fähigkeit zur Netzwerkvirtualisierung: Dabei können Frequenzbänder virtuell aufgeteilt und so besser an den individuellen Bedarf der Nutzer hinsichtlich Geschwindigkeit, Datenrate oder Kapazität angepasst werden. Diese anwendungsbezogene Nutzung der 5G-Infrastrukturen erlaubt es den Anbietern, kleine und kleine mittelständische Unternehmen mit individualisierten Netzen auszustatten, die sich konkret an deren Anforderung anpassen lassen.

Bildquelle: Getty Images / iStock

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