Kurzinterview

Digitale Strukturen schaffen

Drei Fragen an Arne Brandes, Geschäftsführer der signotec GmbH

Arne Brandes, Geschäftsführer der signotec GmbH

Arne Brandes, Geschäftsführer der signotec GmbH

ITM: Wo stehen hiesige KMU aktuell in puncto Digitalisierung?
Arne Brandes:
Es besteht definitiv noch Nachholbedarf. Deutschland ist derzeit Weltmeister im Pro-Kopf-Verbrauch an Papier, sogar noch vor den USA. Dies liegt natürlich zum einen am gesteigerten Online-Versandhandel, auch im B2C-Bereich, zum anderen aber auch am hohen – und vermeidbaren - Papieraufkommen in Behörden und Unternehmen. Medienbruchfreies Arbeiten ist noch lange nicht überall an der Tagesordnung. Bei unseren Kunden sehen wir ein gemischtes Bild. Viele unserer langjährigen Kunden aus dem Mittelstand sind echte Vorreiter im Bereich der Digitalisierung. Sie haben unsere Produkte zur elektronischen Signatur bereits eingesetzt, bevor der große Hype überhaupt losging.

Den Anwendungsbereichen sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Doch auf der anderen Seite erkennen wir auch heute noch aus Gesprächen mit potenziellen Kunden, dass viele Mittelständler die Umsetzung der Digitalisierung als große Hürde empfinden. Es ist hier ein Umdenken erforderlich, denn die Aufgabenstellung liegt nicht nur im reinen Kauf sowie der Installation technischer Hilfsmittel. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, die bestehenden Prozesse und Abläufe zu analysieren sowie die organisatorischen Grundlagen für die digitalen Strukturen zu schaffen. Diese Zeit muss einfach investiert werden. Es lohnt sich: Bei dem Einsatz unserer Pads und Software zur handschriftlichen elektronischen Unterschrift haben sich die Anschaffungskosten bei den meisten unserer Kunden bereits nach kurzer Zeit amortisiert. Das hohe Einsparpotential an Prozess- und Materialkosten überzeugt – und zudem signalisiert es ein modernes, umweltbewusstes und zukunftsgerichtetes Image nach innen wie nach außen.

ITM: Was erwarten Sie von der TWENTY2X?
Brandes:
Der Hauptgrund für uns, an einer Messe teilzunehmen – so auch an der TWENTY2X – ist für uns seit jeher der direkte, persönliche Austausch mit potenziellen sowie bestehenden Kunden und Geschäftspartnern. Die zahlreichen Gespräche am Stand reflektieren die Anforderungen des Marktes sehr genau. Nirgendwo sonst ist diese Möglichkeit in einem so kurzen Zeitraum so intensiv gegeben. Bei der TWENTY2X freuen wir uns auf den Input der Vertreter aus dem Mittelstand, der für uns seit jeher eine wichtige Zielgruppe war. Wir sind aber auch neugierig auf die Impulse aus den Vorträgen sowie aus der Ausstellung.

ITM: Welche thematischen Schwerpunkte der Messe halten Sie für besonders wichtig?
Brandes: Die TWENTY2X bietet ein großes Spektrum an interessanten Themen. Man sollte sich hier nicht auf einen Bereich festlegen, denn in gewisser Weise sind die Bereiche stark miteinander verwoben. Da die Produkte von signotec die Effizienz in den Prozessen der täglichen Arbeit steigern und gleichzeitig über alle Branchen hinweg auch immer wieder neue Ansätze bieten, sind Business Management und New Work für uns eindeutige Schwerpunktbereiche. Doch damit ist es nicht getan. Auch Public Administration ist für uns ein wichtiges Thema und zugleich ein großer Kundenkreis – denn zahlreiche Behörden setzen unsere Lösungen bereits seit vielen Jahren erfolgreich ein. Darüber hinaus ist auch die IT-Sicherheit für uns von besonderer Bedeutung. Gerade im Bereich der handschriftlichen elektronischen Unterschrift ist dies ein essenzieller Punkt, denn hier steht Sicherheit an erster Stelle. Aus diesem Grund sind unsere Produkte mit zahlreichen Sicherheitsmechanismen ausgestattet. Darüber hinaus ist signotec Träger des Siegels „IT-Security Made in Germany“.

Bildquelle: signotec GmbH

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