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Standard oder Individuallösung?

ERP im Mittelstand: Mehr Wahl, weniger Qual

Die Frage nach dem richtigen ERP-System ist eine, die den Mittelstand häufig beschäftigt. Doch worauf gilt es zu achten?

Symbolbild Entscheidung

Bei der Wahl des passenden ERP-Systems geht es u.a. darum, welches System mittel- und langfristig am besten zur eigenen Unternehmensstrategie passt.

Haribo, Lidl, Otto und zuletzt Liqui Moly: die Schlagzeilen über gescheiterte ERP-Projekte lassen aufhorchen. Eigentlich laufen nur wenige Projekte komplett aus dem Ruder, aber dass auch große Namen unter den Betroffenen sind, macht viele Mittelständler stutzig und lässt sie vielleicht sogar vor einer dringend nötigen Neueinführung oder Umstellung im eigenen Haus zurückscheuen.

Bei der Wahl des passenden ERP-Systems geht es nicht primär darum, den günstigsten oder namhaftesten Anbieter zu wählen, sondern zunächst einmal zu identifizieren, welches System mittel- und langfristig am besten zur eigenen Unternehmensstrategie passt. Die Einführung eines ERP-Systems ist nicht nur eine finanzielle Investition, sie bedarf auch einer ausgiebigen Evaluations- und Planungsphase und beansprucht über einen längeren Zeitraum hinweg personelle Ressourcen – so etwas macht man nicht alle paar Jahre auf’s Neue.

Wichtig ist, ob man sich für ein Standard-ERP oder eine Individuallösung entscheidet. Wenn zuvor die Anforderungen und unerlässliche Funktionalitäten genau definiert wurden, kann eine Standardlösung z.B. dort nützlich sein, wo bisher noch überhaupt kein ERP im Einsatz ist: Hier kann Prozess-Know-how erworben werden, dass ansonsten erst im Laufe mehrerer Jahre entsteht – gerade für jüngere Unternehmen ein Vorteil. Jedoch richtet sich der Standard natürlich an sehr viele Anwender. Häufig sind die Lösungen daher modular konzipiert, sodass einige Komponenten, die sich von Branche zu Branche kaum unterscheiden – z.B. das Personal- und Rechnungswesen oder die Adressdatenbank – eine breite Nachfrage abdecken. Auf der spezifischen Prozessebene aber werden individuelle Bedarfe oft nur unvollständig abgedeckt. Hier ist Customizing eine Option. Es kann ratsam sein, zunächst eine Standard-Software einzuführen und im Anschluss Anpassungen ohne separate Programmierung vorzunehmen. Allerdings ist dies mit einem höheren Kostenaufwand verbunden.

Der hohe Grad an Spezialisierung, der den deutschen Mittelstand auszeichnet, kann aber unter Umständen auch eine gänzlich eigene Lösung erforderlich machen. Außerdem sind optimierte Verfahrensweisen und Prozesslandschaften heute geschäftsentscheid. Individualsoftware ist zwar deutlich teurer, wird aber anhand bestehender Prozesse und Abläufe entwickelt. Wie wichtig es hier ist, die richtige Strategie zu finden und eine perfekt auf das eigene Unternehmen abgestimmte Business-Software zu wählen, erfahren Besucher im Ausstellungsbereich BUSINESS MANAGEMENT auf der TWENTY2X in Hannover.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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