ThyssenKrupp Aufzüge will zuverlässigen Personentransport ermöglichen. Ob Aufzüge, Fahrtreppenlösungen, automatische Türen, Treppen- oder Plattformlifte - nur eine regelmäßige Wartung ist Garant für Sicherheit. Deutschlandweit sind mehr als 1.300 Techniker für ThyssenKrupp Aufzüge im Einsatz, um Anlagen zu warten und Störungen zu beheben. ThyssenKrupp Aufzüge bietet diesen Service nicht nur für eigene Anlagen, sondern wartet auch Anlagen von anderen Herstellern. Die Servicetechniker erhalten ihre Auftragsdaten unterwegs flexibel auf ihrem Tablet-PC.
Die Aufzugsanlagen, die allein vom Gesetzgeber her einer regelmäßigen Wartung bedürfen, sind technisch anspruchsvoll. Aufgrund der großen Vielfalt der Anlagen und der zahllosen Ersatzteile muss der Techniker unterwegs zwingend Zugriff auf detaillierte Informationen zur jeweiligen Anlage bzw. den zugehörigen Ersatzteilen haben.
1999 Prozessführer – 2008 erneuter Handlungsbedarf
Schon 1999 erkannte das Unternehmen den Mehrwert einer mobilen Lösung im Service. Mit dem anfänglich eingesetzten System konnten die Servicetechniker vor Ort einen Teil der Daten aus dem SAP-System laden und in beschränktem Maße auch Auftragsdaten zurückspielen. Als dieses System jedoch technisch an seine Grenzen kam, beschloss ThyssenKrupp Aufzüge im Januar 2008, eine neue Lösung einzuführen. Die Anforderungen an die neue Lösung decken sich mit den Prinzipien nach denen auch die Servicetechniker arbeiten: Sie sollen ihre Arbeit sicher, zuverlässig und effizient ausführen.
Papierloser Serviceprozess spart 50 Tonnen Papier
Mit MobileX-MIP sollte der Serviceprozess komplett papierlos werden. Bis dato wurden die Berichte von den Servicetechnikern noch immer ausgedruckt und später vom Innendienst erfasst. In Summe druckten die Servicetechniker so über 1.200.000 Seiten pro Jahr. Das entspricht einem Gewicht von über 50 Tonnen. Zusätzlich erspart dies hohe Kosten für Kofferdrucker und Zubehörmaterial wie Druckpatronen.
Solider Standard, Erweiterung nach Kundenwunsch
Die mobile Anwendung, MobileX-MIP bildet bereits im Standard einen Großteil der Funktionen ab, die ThyssenKrupp Aufzüge benötigte. Hierzu zählen Rückmeldung der Arbeitszeit, des verbrauchten Materials und des Auftragsstatus. Weitere spezifische Anforderungen, wie die Integration eines bebilderten Ersatzteilkatalogs samt Explosionszeichnungen oder der Schnittstelle zur Auswertung der Anlage über eine Diagnosesoftware, wurden kundenspezifisch angepasst. Die Rückmeldung der Auftrags- bzw. Wartungsberichte läuft über den MobileX-MIP Server direkt in SAP ERP CS, bzw. das Material wird in SAP ERP MM verbucht. Hierdurch konnte auch die Effizienz der Materiallogistik gesteigert werden: Wenn der Techniker ein benötigtes Material nicht im Lager hat, kann er dieses direkt vor Ort bestellen.
Funktionalität und Nutzerkomfort
Ebenso wichtig wie die funktionellen Eigenschaften der Lösung waren das Design und die Benutzbarkeit der Oberfläche. Die Servicetechniker wurden früh in den Designprozess eingebunden, um die spezifischen Anforderungen der Anwendergruppe abzubilden. Dies führte von Anfang an zu einer hohen Akzeptanz bei den Technikern.
Auch beim Kunden käme die Lösung gut an: Nach Abschluss der Arbeit unterzeichnet der Kunde den Wartungsbericht auf dem Gerät des Technikers digital. Er erhält den kompletten Servicebericht dann per E-Mail zugestellt. Das erzeugte Dokument wird zusätzlich im Dokumentenmanagementsystem revisionssicher abgelegt.
Vom Projektstart bis zum Praxisbetrieb in 10 Monaten
Nach dem Projektstart im Januar 2008 dauerte es ca. 10 Monate bis zum Praxiseinsatz im November. Ende Dezember waren Rollout und Schulung aller 1300 Servicetechniker abgeschlossen. Zum Jahreswechsel wurde der Betrieb dann komplett auf MobileX-MIP umgestellt. Das Projekt wurde innerhalb der geplanten Termin- und Budgetvorgaben eingeführt.
Fazit und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
ThyssenKrupp Aufzüge arbeitet inzwischen seit über drei Jahren mit MobileX-MIP im täglichen Einsatz. Seither wurde die mobile Lösung sukzessive um zusätzliche Funktionen erweitert. Ein Beispiel ist eine Risiko-Ampel, die dem Techniker die Gefährdungsbeurteilung der Anlage erleichtert und weiter die Zielsetzung hat, die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz zu erhöhen. Dieses Informationstool zur Gefährdung vor Ort wurde von der Berufsgenossenschaft Metall Nord Süd ausgezeichnet. Insgesamt konnte ThyssenKrupp Aufzüge die Effizienz des Services steigern und seine Position im deutschen Markt ausbauen. Die Gesamtkosten des Projekts, inklusive der Kosten für Hardware und Anpassung des SAP-Systems sollen sich bereits im ersten Betriebsjahr amortisiert haben.
www.thyssenkrupp-aufzuege.de
www.mobilexag.de/mobileX-MIP.html
Bildquelle: MobileX AG