Schrumpfende IBM wird immer profitabler

28 Prozent weniger Power-Umsatz

Dank eines strikten Sparkurses wuchs der Reingewinn der IBM im zweiten Quartal um 28 Prozent auf 4,1 Mrd. Dollar, obwohl der Umsatz weiter schrumpfte – um 2 Prozent auf 24,4 Mrd. Dollar unter Berücksichtung des Verkaufs der CRM-Sparte. Hardware ist und bleibt das Sorgenkind unter den Geschäftsfeldern, sank der Umsatz der Systems and Technology Group (STG) doch erneut – diesmal um down 11 Prozent auf 3,3 Mrd. Dollar. IBM Deutschland blieb auf Wachstumskurs.

Die wachsende Profitabilität führte Finanzchef Martin Schroeter eingangs der Bilanzpressekonferenz als Beweis für „die Stabilität unseres Geschäftsmodells“ an, da sie während der laufenden Transformation des Unternehmens erreicht worden sei. Die Bruttomarge stieg um zehn Prozentpunkte; eine Verbesserung im 22. Quartal in Folge - von 48,7 auf 49,1 Prozent.

Die Restrukturierung der STG sieht Schroeter auf einem guten Weg; er war optimistisch, dass auch hier am Jahresende ein „stabiler Gewinn“ zu Buche steht – zumal das Mainframe-Geschäft überraschend gut läuft und man die offizielle Genehmigung des Verkaufs der x86-Sparte an Lenovo erwarte. Im 2. Quartal sei der Vorsteuergewinn der STG um 200 Mio. Dollar verbessert worden, und zwar unter Berücksichtigung der mit den Entlassungen im vergangenen Jahr verbundenen Kosten von ebenfalls 200 Mio. Dollar.

Die Power-Organisation wird angepasst

Der STG-Umsatz schrumpfte damit im elften Quartal in Folge – auch weil die Einnahmen in der wichtigen Serversparte „Power Systems" erneut um 28 Prozent zurückgingen, was Schroeter auf „fundamentale Änderungen“ des Marktes zurückführte. Darauf habe IBM aber bereits reagiert, ihre Organisation an das neue Nachfrageprofil angepasst und Investitionen vorgenommen, um zukünftige Marktchancen mit den Power-Systemen zu nutzen, insbesondere mit der neuen Power8-Generation. Die sei seit Juni in Form der Einstiegsmodelle am Markt. Hier seine Statements dazu:

„First, we launched entry-level, or scale-out Power8 in June, and had a good start compared to previous cycles. Keep in mind that entry-level is a small portion of the Power business. Power8 will be introduced into the mid-range and high-end segments over the remainder of the year. And second, we expanded our Open Power consortium, doubling the number of alliance members in the second quarter.

At the end of June we had 36 members across 10 countries including 9 in China, so, globally diverse. The membership is across the stack, from chip designers, to hardware component OEMs, to system vendors, to middleware and software providers. With this alliance, members have access to high end technology, as the Power architecture is available for open development and to integrate new designs into their hardware platforms. For example, alliance members can design and control their own encryption.“

Und weiter an anderer Stelle: „As we discussed over the last couple of earnings calls, our focus for STG in 2014 is to stabilize the profit base, and after the first half we are on track. Within that envelope, we will continue to make investments in this business to remain a leader in high-performance, high-end systems. Our announcement last week to invest $3 billion over the next five years to tackle the challenges of the ‚post-silicon’ era, demonstrates our commitment to innovation, and to leading in the new era of enterprise IT.“ Außerdem sei Bluemix live, es gebe zusätzliche Softlayer-Cloud-Hubs und die Investitionen in die Kommerzialisierung von Watson seien aufgestockt worden.

www.ibm.de

Bildquelle: IBM

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