Power7+ nun auch für die Entry-Modelle

6. Refresh für IBM i 7.1

IBM kündigt heute im Rahmen des großen Frühjahrs-Announcement den Prozessor Power7+ nun auch für die Einstiegsmodelle der Power Systems. Zeitgleich kommt am 26. Februar das Technology Refresh 6 für das Betriebssystem IBM i 7.1.

  • Jetzt auch mit dem neuen Prozessor Power7+ ausgestattet: Das Einstiegsmodell 720 der IBM Power Systems.

  • Das aktuelle IBM-Serverportfolio mit Power7+ – allein das Topmodell 795 kommt ohne aus.

  • Die Hauptunterschiede im Systemdesign der Modelle 750, 760 und 770.

Seit dem letzten Oktober gibt es Power7+ in den beiden Highend-Sytemen 770 und 780. Ab dem 20. Februar kommt der neue Prozessor auch in die Rackmodelle Power 710 und 730, insbesondere aber auch in die auch als Towermodell erhältliche 720 und in deren großen Bruder 740. Die bisherigen Konfigurationen mit dem  Power7-Prozessor werden weiterhin angeboten. Einige Adapterkarten und Features folgen Mitte März.

Diese vier 7x0+-Einstiegsserver bieten damit auf dem gleichen Preisniveau wie bisher je nach Anwendung etwa 20 bis 40 Prozent mehr Leistung, mit bis zu 8 bzw. 16 Prozessor-Cores und maximal 512 bzw. 1.024 Gigabyte Hauptspeicher. Außerdem wird die Verdopplung der Zahl virtueller Server pro Core – von bisher maximal 10 bei Power7 auf nun 20 – ebenso am Lowend verfügbar wie das Energiemanagement und die RAS-Features – Reliability, Availability und Security – des Power7+. Abgelöst werden sollen mit den 7x0+-Modellen in erster Linie ältere Power5- und Power6-Modelle; wer schon auf Power7 ist, für den dürfte ein Upgrade weniger interessant sein.

28.400 CPW Rechenleistung kosten keine 6.000 Dollar mehr

Bei den Rackmodellen 710 und 730 will IBM sogar den Intel-Servern den Fehdehandschuh hinwerfen und ihnen endlich auch beim Kaufpreis paroli bieten; eine Einstiegskonfiguration des Modells 710 kostet demnach 5.940 Dollar (deutsche Preise waren bisher noch nicht erhältlich). Für diesen Preis erhält man einen Server mit 28.400 CPW Rechenleistung und 8 GB Hauptspeicher.

Das Brot-und-Buttermodell 720, das bei den meisten mittelständischen AS/400-Anwendern den Perfomancebedarf abdecken kann, leistet ebenfalls ab 28.400 CPW und erreicht mit allen acht aktivierten Prozessorkernen (3,6 GHz) sogar 56.300 CPW. Die Einstiegskonfiguration kostet mit i-Betriebssystem ab 6.619 Dollar.Den großen Bruder 740 bietet IBM mit 6, 8, 12 oder 16 Power7+-Cores an, die mit 3,6 oder 4,2 GHz getaktet sein können und ein Performance-Spektrum zwischen 49.000 und 120.000 CPW abdecken.

Der Performancegewinn hat vor allem zwei Ursachen. Erstens schrumpfen mit Power7+ die Chipstrukturen von 45 auf 32 Nanometer, was die Signalwege verkürzt und Platz für jetzt 80 (statt bisher 32) MB schnellen Level3-Cache für den Prozessor schafft. Außerdem hebt IBM die Taktrate leicht an (um eine Überhitzung zu vermeiden), von 3 GHz bis 3,7 GHz bei Power7 auf jetzt zwischen 3,6 GHz und 4,3 GHz.

Power-Prozessoren sind als Plattform besser für große Datenmengen und die Cloud geeignet als x86-Chips, betont Andreas Wodtke, VP Systems and Technology Group bei IBM Deutschland.Der Grund: Die Virtualisierung, ein wichtiger Bestandteil für Big-Data-Computing, sei bereits in den Prozessor integriert. Noch nie sei die Analytikpower in einem Power-System von IBM so kostengünstig gewesen.

Einstiegs-Power nun zum Preis von PC-Servern

Mit der Halbierung des Kaufpreises sollen die Power-Server 710 und 730 als Alternative zu den PC-Servern mit Prozessoren von Intel („Xeon“) und AMD („Opteron“) lukrativer werden, auf denen Big-Data-Software wie Hadoop meistens unter Linux läuft. Deshalb wurden auch die beiden Rack-Server Power Linux 7R1 und 7R2 jetzt mit Power7+-Prozessoren ausgestattet; das Modell mit 16 Cores (4,2 GHz) kostet in eine „Big Data“-Konfiguation mit 128 GB Hauptspeicher, zwei internen Plattenlaufwerken (jeweils 300 GB) knapp 35.000 Dollar.

Kommt Power7+ am Lowend ohne große Überraschungen, sieht das im Midrange-Bereich völlig anders aus. Hier wird das Modell 750 damit bestückt – und das völlig neue Modell 760. Ein Vergleich mit der guten alten 560 führt in die Irre, da es sich nicht wie damals um eine „halbe 770“ handelt. Vielmehr sind 750 und 760 „Geschwister“ mit identischer Bauart (ein Gehäuse, 5 Höheneinheiten), aber unterschiedlicher Taktung und Prozessorzahl. Das Modell 770 unterscheidet sich davon grundlegend durch seinen modularen Aufbau, wie er für das High-end der Power Systems typisch ist.

Die beiden neuen Midrange-Server werden als Konsolidierungsplattform positioniert, die automatisch skalieren kann sowie Big-Data- und Cloud-Workloads provisioniert. Für beide gibt es ein Dual-Chip-Modul (DCM), das zwei Prozessorchips auf einem Substrat unterbringt. Der Vorteil: Es entstehen 12-Core-Module, die nur einen einzigen Sockel belegen. Das heißt auch: Ein 4-Socket-Server verfügt über 32 Cores bei der 750 bzw. sogar 48 Cores bei der 760, was in der Unix-Welt deutliche Kostenvorteile bei manchen Lizenzen bringen kann.

Weiterer Untschied zwischen den Geschwistern: Das Modell 760 unterstützt größere Hauptspeichermodule (DIMMs), so dass sich gegenüber der 750 die Speicherkapazität auf 2 TB verdoppelt. Außerdem kündigte IBM an, dass Power7+ für das Topmodell nicht geplant ist; das wird (voraussichtlich im nächsten Jahr) wohl der Vorreiter bei Power8 werden.

Das Topmodell 795 kommt ohne Power7+ aus

Ebenfalls neu sind Sonderangebote beim Flashspeicher in Form von SSD-Packs, Support für die neuen LTO6-Bandlaufwerke, USB-Memory-Sticks sowie RDX-Wechselspeicherkassetten mit 1,5 Terabyte Kapazität möchte ich die Highlights des Technology Refresh 6 erwähnen. So wird DB2 for i mit Blick auf die SQL-Funktionen, Performance und die Administration verbessert. Außerdem kann die IBM Mobile Database nun auch DB2 for i als Datenquelle nutzen. Und in einem Statement of Direction wird zudem die Verfügbarkeit von Lotus Notes Traveler und Connections auf IBM i avisiert.

Dazu kommen Verbesserungen beim PowerHA System Mirror for i. Der unterstützt jetzt weitere Speichersysteme, darunter den SAN Volume Controller (SVC) und Storwize. Last not least sind Error Detection und Reporting von IBM Systems Director jetzt auch für die AS/400 verfügbar.

www.ibm.de

Die deutsche Pressemitteilung zur Ankündigung

Die Ankündigung des Technology Refresh 6 für das Betriebssystem IBM I 7.1

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