LTO8-Bandlaufwerke und die 7. Generation der Backup-Systeme

7. Speichergeneration bei Fujitsu

Fujitsu renoviert seine Speicherprodukte, die unter dem Markennamen „Eternus“ verkauft werden. Beim Topmodell CS8000 wurden die Datensicherungs- und Archivierungsfunktionen für Mainframes, IBM i und große offene Systeme erweitert, die Datenschutz-Appliance Eternus CS800 S7 als Brot-und-Butter-Maschine wartet jetzt mit integrierter Deduplizierung und mit Solid-State- Drives (SSDs) auf und außerdem wird mit dem Tape-Standard LTO8 seit Ende Mai die Speicherkapazität einer Magnetbandkassette auf 12 TB (komprimiert 30 TB) verdoppelt.

  • Fujitsu Eternus FCS800 S7

    Die neue Appliance CS800 S7 ist über Software wie z.B. den LMS/400 Client for IBM i der belgischen Firma MT-C auch für Midrange-Anwender nutzbar.

  • Fujitsus Bandsysteme Eternus-Familie LT

    Die Bandsysteme Eternus LT20, LT40, LT60 und LT260 unterstützen LTO8 seit dem 31. Mai in allen Regionen. Das Einstiegsmodell LT20 ist ab 9.900 Euro erhältlich.

  • Die Backup-Appliances von Fujitsus Eternus CS-Familie

    Die Backup-Appliances der CS-Familie: Im Vordergrund die Modelle CS800 (links) und CS200 sowie das Topmodell CS8000 mit nativer Unterstützung für IBM i im Hintergrund.

Der japanische IT-Konzern hat die sofortige Verfügbarkeit der Datenschutz-Appliance Eternus CS800 S7 angekündigt; sie skaliert von 26 TB bis zu 640 TB. Die neueste Generation beschleunigt die Festplattensicherung mit integrierter Deduplizierung und Solid State Drives (SSDs), „kann“ in Verbindung mit den neuen LT-Bandlaufwerken auch LTO8 und ist ab sofort zu Listenpreisen ab 24.800 Euro verfügbar. Außerdem gibt es jetzt die siebte Generation der Speicherplattform CS8000, die native auch IBM i unterstützt und jetzt bis 60 Petabyte Daten speichert. Einstiegspreis: 66.500 Euro (Preise jeweils zzgl. MwSt.).

Für den Mittelstand gedacht

Mehr für den Mittelstand gedacht ist das neue Modell CS800 S7. „Die Lösung kombiniert die Leistung der Enterprise-Klasse mit flexibler Skalierbarkeit“, sagt Fujitsu-Sprecher Michael Erhard. Die Appliance, die über Software wie den LMS/400 Client for IBM i der Lütticher Firma MT-C auch für Midrange-Anwender nutzbar ist, eignet sich für Unternehmen, die eine zuverlässige und kostengünstige Datensicherung für kleine bis mittlere Backup-Umgebungen benötigen – und ist.

Laut Erhard bietet das neue Modell CS800 S7 neben dem festplattenbasiertes Backup auch automatische Deduplizierung und Remote-Replikation. Neueste Hardware und der SSD-Einsatz steigern nach seinen Worten die Leistung gegenüber dem Vorgängermodell um bis zu 40 Prozent.

Durch die Nutzung des Veeam-Service „Data Mover“ können synthetische Full-Backups auf die CS800 S7 übertragen werden. Dies ermöglicht laut Erhard nicht nur schnelle Backup- und Wiederherstellungsprozesse, sondern reduziert gleichzeitig die Anforderungen an Client-Geräte, Backup-Server und Netzwerke. Um noch höhere Ein-/Ausgabegeschwindigkeiten zu erreichen, kann ausgewählte Backup-Software direkt auf der neuen Appliance in einer virtuellen Maschine laufen, wodurch auch Investitionen in zusätzliche Hardware, wie Medienserver, entfallen.

Mit CS800 S7 in Kombination mit Bandsystemen wie Fujitsu Etermus LT können IT-Chefs auch 3-2-1-Datensicherungsstrategien mit Online- und Offline-Backups sowie Multi-Site-Backups einfach umsetzen; 1 3-2-1 ist ein Best-Practice-Ansatz für Datensicherungen, bei dem mindestens drei Kopien von Daten auf zwei verschiedenen Medientypen vorhanden sind, wobei eine Kopie extern gespeichert wird.

Path-to-Tape-Funktion eingebaut

Die integrierte Path-to-Tape-Funktion sorgt für ständige Verfügbarkeit, schnellen Zugriff auf geschäftskritische Daten und schütze auch vor Datenverlust durch Systemausfall oder Schäden durch Ransomware. Die Sicherung sowohl auf der Festplatte als auch auf Band – jetzt auch LTO8 – gewährleistet eine optimale Backup- und Wiederherstellungsleistung innerhalb kürzester Zeit. In Kombination mit niedrigen Preisen eignet sich das System optimal für Langzeitdatenspeicherung.

Das Modell CS8000 erweitert die Datensicherungs- und Archivierungsfunktionen für Mainframes, das Power System i und anspruchsvolle offene Systeme. Die siebte Generation der Data-Protection-Plattform bietet ein hohes Maß an Flexibilität und deutlich kürzere Back-up-Zeiten; sie lässt sich von 14 TB) auf über 60 PB skalieren und kann laut Erhard den Datendurchsatz von 8 TB auf stolze 150 TB pro Stunde steigern. So lassen sich komplexe Back-up-Umgebungen konsolidieren – und die Gesamtbetriebskosten bei der Datensicherung um bis zu 40 Prozent senken. Darüber hinaus hat Fujitsu die Zahl der Front-End-Prozessorknoten von 10 auf 22 erhöht; dies ermöglicht mehr als eine Verdopplung der Anzahl der virtuellen Bandlaufwerke, von 2.540 auf circa 5.208 virtuelle Drives. Der resultierende höhere Datendurchsatz verkürzert die Back-up-Zeiten deutlich.

Die siebte Generation des Topmodells CS8000

Auch das Modell CS8000 unterstützt laut Erhard SSDs, um die optionalen Deduplizierungsprozesse zu beschleunigen. „Langzeitdaten lassen sich kosteneffizient im Backend des Tapes speichern, wo sie durch das automatische Information Lifecycle Management verwaltet werden“, so Pressesprecher Erhard weiter. „Gleichzeitig können die schnelleren SSDs für Mainframe-Prozesse auf dem Speichersystem zur Datensicherung genutzt werden. Dies macht das System noch attraktiver für das Mainframe-Back-up, selbst in kleineren Umgebungen.“ Das gilt natürlich speziell auch für IBM i, wo die Konfigurationen in der Regel naturgemäß kleiner sind als im Mainframe-Bereich.

Für Olivier Delachapelle, Head of Category Management „Data Center Products“ bei Fujitsu, sind die großen Rechner wie Mainframes oder Power Systems „für viele Unternehmen nach wie vor die Basis kritischer IT-Infrastrukturen, da sie die wichtigsten Workloads zuverlässig unterstützen.“ Diese Basis ergänze man um ein Information-Lifecycle-Management, dass Fehlern von Mitarbeitern vorbeugt, indem es die Verwaltung von Daten über alle Stadien der Nutzungsphase hinweg automatisiert und die ständige Verfügbarkeit von Daten gewährleistet. So werden beispielsweise alle Tapes regelmäßig etwa auf mögliche Verschlechterungen überprüft und je nach Bedarf neue Kopien angefertigt.

Um eine noch höhere Verfügbarkeit von Daten zu erreichen, ermöglicht es eine sogenannte Split-site-Konfiguration, ein einzelnes CS8000-System auf zwei geografisch unterschiedliche Orte mit einem synchronen Cache zu verteilen. Durch eine Erweiterung des Multi-Copy-Managements auf Festplatten und Tapes ist dies die zuverlässigste Datensicherungs- und Archivierungslösung zum Schutz unternehmenskritischer Daten für Mainframe-, IBM-i- oder offene Systemumgebungen. Zitat

Viele IT-Chefs stehen laut Delachapelle vor der Herausforderung, die IT-Kosten zu senken und gleichzeitig die Flexibilität zu erhöhen. Dabei helfe die überarbeitete CS8000; damit könne der IT-Chef seine Infrastruktur konsolidieren, die er für Backup und Archivierung der Daten benötigt. Gleichzeitig könne er das System flexibel auf sich ändernde Anforderungen anpassen. Darüber hinaus habe er jetzt die Möglichkeit, seine Daten auf einer Kombination von Festplatten, Tapes und SSDs zu speichern. Die verbesserte Performance des aktuellsten Modells beschleunige zudem die Datensicherungs- und Archivierungsprozesse.

Bandspeicher der LT-Baureihe „kann“ LTO8

Außerdem unterstützt Fujitsus Bandspeicher-Familie der LT-Baureihe seit Mai auch die neue LTO8-Technologie, mit der die Datenkapazität der vorherigen Generation verdoppelt wird. So können die Tape-Libraries jetzt bis zu 30 TB komprimierte Daten pro Kassette speichern. Dies macht es einfacher, Datensicherungen zu erstellen, die offline gehalten werden können, und so die Integrität und Zugänglichkeit geschäftskritischer Daten auch in Fällen von Cyberkriminalität wie Ransomware-Angriffen zu gewährleisten. Die hardwarebasierte, autonome Datenverschlüsselung erhöht Sicherheit und Compliance.

Die LT-Systeme eignen sich laut Pressesprecher Michael Erhard für Langzeitarchivierung, Disaster Recovery und automatisierte, unbeaufsichtigte Datensicherung gleichmaßen. Sie erfüllen die Compliance-Vorschriften für die Speicherung von Daten auf Band und unterstützen außerdem das WORM-Protokoll (Write Once, Read Many) - mit nicht löschbaren und nicht überschreibbaren Daten

„Kein Unternehmen kann vollständig gegen das Risiko eines Cyberangriffs geschützt werden, aber eine Offline-Sicherungskopie von wichtigen Geschäftsdaten auf Band zu halten ist die beste Verteidigung“, weiß Produktmanager Marcus Schneider. „Und kleine, tragbare LTO8-Kassetten mit ihren höheren Kapazitäten sind eine bequeme Möglichkeit, Daten offline zu speichern. Nach dem Erstellen von Kopien können diese Kassetten zur zusätzlichen Sicherheit in einen Safe gelegt werden. Dieser Ansatz bietet eine neue Schutzebene gegen Ransomware und andere Arten von Online-Cyberangriffen.“

Fujitsu führt außerdem LTO8 für alle drei Modelle der Datensicherungs-Appliance Eternus CS ein – neben den beiden Modellen CS800 und CS8000 ist das auch das Einstiegssystem CS200c. Die Bandsysteme Eternus LT20, LT40, LT60 und LT260 unterstützen LTO8 seit dem 31. Mai in allen Regionen. Zusätzlich zur hardwarebasierten Datenverschlüsselung der gesamten LT-Reihe kann das Modell LT260 kryptographischen Schlüssel in seiner eigenen Tape Library generieren und verwalten, ohne die Verwendung von Backup-Software oder die Notwendigkeit eines zusätzlichen Servers.

Bildquelle: Fujitsu

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