Herbstmesse IT&Business repositioniert

Abschied von DMS- und CRM-Expo

Aus der enttäuschenden Entwicklung ihres Herbstmesse-Trios zieht die Messe Stuttgart Konsequenzen und führt die bisherige IT & Business im L-Bank Forum (Halle 1) endgültig mit DMS Expo und CRM Expo zusammen. Unter der Marke „IT & Business – Fachmesse für digitale Prozesse und Lösungen“ wird sie als Industriemesse am Standort Baden-Württemberg positioniert – als „Lösungsevent für Entscheider in Industrieunternehmen“. Die Messe startet am 29. September und dauert bis zum 1. Oktober.

Die Termine und die Hallenbelegung im L-Bank Forum für die nächsten drei Jahre fixiert. Die Halle bietet 20.900 Quadratmeter Ausstellungsfläche und zuzüglichen Gestaltungsraum auf der umlaufenden Galerie mit weiteren 5.900 Quadratmetern.

In diesem Jahr werden DMS- und CRM-Expo namentlich noch erwähnt – danach werden sie verschwinden. Ulrich Kromer, Geschäftsführer der Landesmesse Stuttgart, spricht von einer starken Fachmesse für Business-IT mit einem scharfen Profil. Gunnar Mey, als Abteilungsleiter Industrie bei der Messe Stuttgart für die IT&Business verantwortlich, fügt hinzu: „Wir sind davon überzeugt, dass dieses Konzept die richtige Entscheidung zu Gunsten einer starken Lösungsmesse für Entscheider in Unternehmen ist.“

Künftig sollen Fach- und Führungskräfte unter einem Dach in Halle 1 Lösungen aus sämtlichen Bereichen der IT finden – nach Themen und Herausforderungen gegliedert. Sie ist mit einer Gesamtfläche von 20.900 qm zuzüglich 5.900 qm auf der umlaufenden Galerie die größte Halle „und bietet der Fachmesse entsprechendes Wachstumspotenzial“, heißt es in der Pressemitteiung. „Ihre Verfügbarkeit im Herbst ist für die nächsten drei Jahre garantiert, so dass ausstellende Unternehmen Planungssicherheit haben.“

„Die IT-Lösungen, die in der Prozesskette im Unternehmen miteinander arbeiten müssen, finden sich nun auch in der Halle unmittelbar nebeneinander“, erläutert Mey die Idee hinter dem neuen Konzept. „Für die Präsentation von Best-Practice-Beispielen findet sich in mittelbarer Nähe das entsprechende Fachforum.“

Neu ausgerichtet nach den Interessenschwerpunkten der Anwender rund um die Themen Personal & Produktion, Marketing & Vertrieb und Organisation & Verwaltung bilden sich Informationsmöglichkeiten im Ausstellungsbereich ab. Diese nun horizontal ausgerichteten und für den Fachbesucher zudem kostenfrei besuchbaren Fachforen spielen eine wichtige Rolle. Durch die Aufplanung in einer gemeinsamen Halle werden obendrein die Wege kürzer und gleichzeitig mehr Informationsmöglichkeiten an den Ständen der Aussteller sichtbar.

Die für Fachbesucher kostenfreien Fachforen spiegeln diese thematische Gliederung wider. Man darf gespannt sein. Im Umfeld Messe findet 2015 zudem die European Mint Convention statt – ein Kongress mit Ausstellung für Berufseinsteiger und Nachwuchskräfte. Es bleibt zu hoffen, dass das neue Konzept greift und die Messe wieder attraktiver macht. 2014 kamen nur noch 383 Aussteller und rund 8.600 Besucher. Beim Besucherzuspruch gab es 2014 ein Minus von über 14 Prozent, während die Ausstellerschar sogar fast um 18 Prozent schrumpfte.

Die Neuausrichtung wurde mit den Branchenverbänden Bitkom, VDMA und VOI abgestimmt. „Erst vor wenigen Tagen haben wir im Rahmen einer erweiterten Messebeiratssitzung unseren Ausstellern von unserem Konzept berichtet“, spricht Kromer von „sehr positiven“ Rückmeldungen. Er spüre „eine breite Akzeptanz unserer Entscheidung“.

VOI-Vorstandsvorsitzender Harald Klingelhöller sagt: „Das erweiterte Qualitätskonzept der Messe und insbesondere des fachlichen Rahmenprogramms wird dazu beitragen, dass die neue IT & Business ganz in der Tradition der DMS Expo auch weiterhin die führende Branchenplattform für Fachbesucher und Aussteller im Herbst bleiben wird.“

Mey verspricht, dass Fachbesucher wie bisher auch schon „alle unternehmerisch erfolgsrelevanten Lösungen“ auf einer Messe vorfinden. Weitere Vorteile seien „ganz klar die einheitliche Ansprache mit einer Messe, einer Marke und dem gemeinsamen Ausstellungsangebot in Stuttgarts größter Messehalle“. Es gebe „keine verwirrende Ansprache“ mehr mit drei Marken und Akronymen, „die in jedem Jahr in Relevanz und Bedeutung wechseln“. Denn, so Mey weiter: „Entscheider jagen nicht nach Akronymen, sondern suchen Hilfestellung in einer immer schneller drehenden und zunehmend digitalisierten Arbeitswelt. Aufgabe ist es deshalb, die Systeme und Prozesse in konkrete Lösungen zu übersetzen.“

www.itandbusiness.de

Bildquelle: Messe Stuttgart

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