Heute setzt das Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Münster, eine von fünf landwirtschaftlichen Hauptgenossenschaften in Deutschland mit mehr als 6.300 Mitarbeitern an über 400 Standorten, für unterschiedliche Einsatzfelder noch vier verschiedene Warenwirtschaftssysteme ein. Neben SAP ECC und GWS handelt es sich dabei auch um zwei Anwendungen auf der Plattform IBM i: Ramos-/400, ein Bestellservice für Ersatzteile und Zubehör, sowie das Integrierte Raiffeisen Informations-System Iris.
Auf dem Weg zu einer einheitlichen SAP-Prozesswelt im Projekt „Dock“, das 2019 gestartet ist, hat das rund 130 Köpfe starke Kernteam 2020 verschiedene Meilensteine erreicht. Alle Iris-Kassensysteme der Agrarzentren sowie der konzerneigenen Raiffeisen-Märkte wurden vor der geplanten Umstellung der Warenwirtschaftssysteme mit neuen SAP-Kassen ausgestattet.
Mit der Inbetriebnahme des SAP-basierten Transportmanagements für Stückware wurde im November 2020 ein weiterer Projektschritt erreicht. Die umfassende SAP-Lösung eignet sich für die Planung, Durchführung und Frachtkostenberechnung von Transporten sowie als Kollaborationsplattform, um sich mit den am Transportprozess beteiligten Partnern auszutauschen. Darüber hinaus wurden für alle Geschäftsprozesse des Konzerns mögliche Wege zu einem Standardprozess erarbeitet.
Aufgrund dieser Konzernstrategie sollte 2020 auch der komplette Rechnungs-Workflow in SAP integriert werden. In nur sechs Monaten Projektlaufzeit wurde gemeinsam mit dem DMS-Lieferanten D.velop, dessen Software bereits seit 2002 in Münster im Einsatz ist, neben SAP FI auch die drei übrigen Warenwirtschaftssysteme angebunden.
Insgesamt verarbeiten nun 1.400 User mit der neuen Lösung rund 1.000.000 Rechnungen jährlich über einheitlichen digitalen Prozess, der auch nach der Ablösung der drei Warenwirtschaftssysteme bestehen bleiben kann.
Das Projekt „Dock“, das über mehrere Jahre angelegt ist, soll neue, effizientere und bereichsübergreifende Prozesse definieren und Aufgaben bündeln. Erreicht werden sollen:
eine höhere Kundenorientierung durch intensivere Vernetzung gemeinsamer Prozesse,
eine höhere Effizienz und Qualität durch Nutzung einheitlicher, automatisierter Prozesse zu Lieferanten und Kunden,
eine einheitliche Systemlandschaft auf SAP-Basis;
Bereitstellung und Nutzung einer Plattform für die innovative Weiterentwicklung des Geschäfts.
Bildquelle: Agravis