Fressnapf-Gruppe erweitert Logistik-Kapazitäten in Krefeld

AKL löst manuelles Kleinteilelager ab

„Was Tiere lieben“ finden Tierhalter in den aktuell fast 1.500 Fressnapf-Märkten in elf Ländern oder im Webshop des Anbieters von Heimtierbedarf. Da die Lagerung von Halsbändern, Decken, Hygieneartikeln und Nahrungsmitteln nicht nur einiges an Platz, sondern auch eine effiziente und intelligente Verwaltung erfordert, wurde am Hauptsitz und Logistikstandort Krefeld ein neues automatisches Kleinteilelager (AKL) errichtet.

AKL bei Fressnapf

Die ca. 4.000 Artikel im neuen AKL werden automatisch verwaltet; ein Materialfluss-Controller übernimmt die intelligente Koordination des gesamten Materialflusses vom und zum AKL.

Eine neue Leine für Rex, Spielzeug für Krümel oder Premiumfutter für Minka: Der Markt für Heimtierbedarf verzeichnet steigende Umsätze. Ein Trend, der sich auch bei Fressnapf bemerkbar macht. Weil das manuelle Kleinteilelager am Unternehmensstandort in Krefeld seine Kapazitätsgrenze erreicht hatte, wurde in den Bau eines AKL mit sieben Gassen und 43.000 teils doppelttiefen Lagerplätzen für ca. 80.000 Behälter und rund 300 Paletten investiert. Und das mit großem Erfolg: Seit die manuelle Kommissionierung mittels MDE im Kleinteilesegment durch automatisierte Prozesse ersetzt wurde, wuchs die Produktivität je Mitarbeiterstunde um rund 265 Prozent.

Gute Erfahrungen

Verwaltet werden die ca. 4.000 Artikel im neuen AKL vom Lagerführungssystem LFS.wms der Ehrhardt + Partner-Gruppe (EPG), mit dem Fressnapf bereits in der Vergangenheit im manuellen Bereich gute Erfahrungen gemacht hatte. Zum Einsatz kommt zusätzlich der Materialfluss-Controller LFS.mfc, der die intelligente Koordination des gesamten Materialflusses vom und zum AKL übernimmt. Darüber hinaus ist das Transportleitsystem LFS.tls sowie die Pick-by-Voice-Lösung Lydia der EPG-Tochter Topsystem (für den Großteilebereich) im Einsatz.

Zum Projektumfang gehörte im Wareneingang auch die Anbindung einer Palettenfördertechnik zum Transport leerer Paletten an einen Rüstplatz; anschließend wird die Ware in Behälter vereinzelt. Neben der Palettenfördertechnik steuert LFS auch zwei Querverschiebewagen, die die Paletten von den Einlagerstichen des AKL zu den entsprechenden Rüstplätzen und die Leerpaletten zu einem Leerpalettenstapel zurückführen. Die gerüsteten Behälter werden mithilfe von Regalbediengeräten entweder im Vorratslager, im Kommissionierlager oder in der Vor-Ort-Reserve des AKL eingelagert.

Die Kommissionierung erfolgt über ein Weiterreichsystem. Kartons werden vom Auftragsstart automatisch zu verschiedenen Kommissionierstationen befördert. Neben 18 Pick-by-Light-Bahnhöfen, die sich über drei Gassen erstrecken, gibt es zwei Pick to Tote-Stationen, die jeweils direkt von vier Schäfer Carousel-Systemen (SCS) bedient werden.

Sobald der Kommissioniervorgang abgeschlossen ist, erteilt LFS.wms die Anweisung, die fertigen Kartons automatisch zum Verpacken zu befördern. Die Kartons werden automatisiert heruntergestutzt, gedeckelt, verwogen und anschließend gelabelt. Nach der Ausschleusung der Kartons über eine der 50 Versandbahnen erfolgt eine manuelle Verbringung zur Verladestation.

Die Cloud hält Einzug

Zusätzlich implementierte die EPG das Transportleitsystem LFS.tls am Logistikstandort in Krefeld, das unter anderem Flurförderzeuge wegeoptimiert durch das Lager führt und eine optimale Auslastung und Nutzung der Fahrzeuge gewährleistet. Der Zugriff auf sämtliche Lösungen erfolgt über die von der EPG-Tochter Ehrhardt + Partner Xtended zur Verfügung gestellte Cloud.

Bildquelle: Fressnapf-Gruppe

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