Alexander Kern, Business Lead HR Zeit bei der Veda GmbH, ist bereits seit 21 Jahren im Unternehmen und unterstützt mit seinem Team die Kunden dabei, Mitarbeitende einzubinden und Arbeitszeit produktiv zu nutzen.
Digitales Personalmanagement bietet viele Vorteile – für Unternehmen wie Mitarbeiter gleichermaßen. Denn was in Pandemie-Zeiten erst so richtig zur Notwendigkeit geworden ist, wird in Zukunft immer wichtiger sein: Fortschreitende Flexibilisierung, Homeoffice oder hybrides Arbeiten, mobiles Arbeiten und die New-Work-Mentalität der Millennials.
Ganz klar: Wer im „War of Talents“ überhaupt noch Chancen haben und die besten Mitarbeiter halten will, muss sich auch beim Personalmanagement den veränderten Bedürfnissen anpassen. Und die sind heute vor allem: digital.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 3-4/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Moderne Personalabteilungen wissen das und so greifen sie verstärkt auf umfassende HR-Software zurück, die viele Personalprozesse vereinfachen und somit Kosten sparen kann. Und dank denen ein digitaler Ort entsteht, an dem sich die Personalabteilung, Führungskräfte und Beschäftigten miteinander vernetzen und kommunizieren.
Stichwort Zeitwirtschaft: Zur Abwesenheitsplanung ist sie in vielen Unternehmen Pflicht – und darf dabei keinesfalls als Überwachungsinstrument missverstanden werden. Vielmehr muss sie als Hilfe dienen, um Überschreitungen der Höchstarbeitszeit und Ruhezeitverletzungen effektiv entgegenzuwirken. Aktuell ist gerade das wichtiger denn je, um die Gesundheit um damit Leistungsfähigkeit der Belegschaft sicherzustellen.
Dabei bleibt unter allen Anforderungen die der Autonomie am wichtigsten. Denn letztendlich spiegelt der gesetzliche Status (mit der bereits am 14. Mai 2019 beschlossenen EU-Arbeitszeit-Richtlinie und dem jüngsten Referentenentwurf über das „Mobile Arbeit-Gesetz“) nur das wider, was die Belegschaft ohnehin will: Selbstbestimmtheit bei Arbeitszeiten, Arbeitsorten und Abwesenheiten. Unternehmen, die das durch digitale Personalprozesse darstellen können, werden in Zukunft die attraktiveren Arbeitgeber sein.
Der große Vorteil einer zentralen Online-Plattform ist demnach der, dass Mitarbeitende sich via Self-Service selbst verwalten können. Abläufe werden somit reibungsloser, die Agilität, Handlungsfähigkeit und Zufriedenheit steigen. Die Beschäftigten können von überall und jederzeit via Webbrowser und ihren mobilen Geräten auf Personaldaten zugreifen, Abwesenheiten buchen, Urlaubszeiten planen oder die Möglichkeit nutzen, ihre Schichtwünsche digital mitzuteilen. Oder sie melden sich via Smartphone krank, fotografieren ihre AU und senden sie gleich mit.
Für Personalabteilungen ergeben sich hingegen mehr Freiräume. Wiederkehrende Prozesse werden automatisiert. Und anstatt in der Flut täglicher Routineaufgaben zu versinken, können sich Personaler verstärkt auf wichtige Aufgaben konzentrieren. Und dazu zählt vor allem auch, wieder mehr mit Menschen zu arbeiten. Im Ergebnis und besten Fall entsteht eine Win-Win-Situation für Belegschaft und Unternehmen. Und: Menschen teilen es gerne, wenn sie sich wohlfühlen, was wiederum das „Employer Branding“ stärkt.
Andersherum gilt das natürlich nicht für die Daten: Personalabteilungen müssen beim digitalen Personalmanagement ganz besonders darauf achten, dass sie im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) alle personenbezogenen Daten gesetzeskonform verarbeiten. Aber das ist den Herstellern ohnehin klar.
Wer auf seine Attraktivität als Arbeitgeber heute und auch morgen noch Wert legt, sollte auf eine zentrale Online-Plattform für alle Personalprozesse umsatteln. Weil das gesamte Workforce-Management unter einem digitalen Dach stattfinden kann, wird strukturierteres Arbeiten möglich, während sich jeder einzelne Mensch in der Belegschaft mehr wertgeschätzt und besser integriert fühlt. Dabei ist die Cloud wegen ihren Flexibilität und des Wegfalls einer eigenen IT-Infrastruktur das Betreibermodell der Stunde. Kann die digitale Lösung dann noch modular mit den Bedürfnissen des Unternehmens mitwachsen, umso besser.
Und was im aktuellen Spannungsfeld gesetzlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen hilft, den Bedürfnissen der Belegschaft und der Personalabteilung gleichermaßen gerecht zu werden, ist auch ein positives Signal für die Zeit danach. Denn was keiner mehr bestreiten kann: Die Zukunft von HR ist digital.
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