Aartsen steigt um auf ERP-System Marke Eigenbau

Alles frisch

Nach vielen umfangreichen Tests mit mehr als 25 Hauptnutzern hat der in Breda/Niederlande ansässige Gemüse- und Obst-Großhändler Aartsen am 21. Oktober sein neues ERP-System feierlich in Betrieb genommen.

Frische hat Priorität beim Obst- und Gemüsegroßhändler – auch beim Design des neuen ERP-Systems.

Vier Jahre lang wurde bei dem langjährigen AS/400-Anwender Aartsen an dem ehrgeizigen Projekt gearbeitet. Gemeinsam mit dem niederländische Partner Thinkwise und einem internen Projektteam von acht Personen hat Aartsen ein völlig neues ERP-System namens „Fresh“ entwickelt – als Nachfolger für das lange genutzte ERP-System auf dem Midrange-Server.

„Die Entwicklung eines ERP-Systems im eigenen Haus ist in der Branche, in der wir tätig sind, ziemlich revolutionär“, sagte Jack Aartsen, CEO des über hundert Jahre alten Familienunternehmens mit Standorten in den Benelux-Ländern und in Hongkong. Eine Standardsoftware wäre seiner Meinung nach „nicht die richtige Wahl gewesen“. Also sei er den schwierigeren Weg gegangen, denn er wollte „eine nachhaltige Lösung, die sicherstellt, dass unser Unternehmen auch in den nächsten zehn Jahren an der Spitze unserer Branche steht. Eine Lösung, die sicherstellt, dass wir unserer ‚nonstopfresh‘-DNA weiterhin gerecht werden können.“

Standardsoftware kam nicht in Frage

Aartsen muss ja so viele Anforderungen von so vielen unterschiedlich aufgestellten Landwirten berücksichtigen, das ein Standardsoftware-Paket nicht in Frage kam. Deshalb hatte man sich für den iterativen und praktischen Ansatz von Thinkwise entschieden, um die neue Software mit Hilfe des Low-Code-Ansatzes zu entwickeln.

Das Megaprojekt hat laut CEO Jack Aartsen zwar viel Energie gekostet, doch sei man nun der „Zeit wirklich voraus. Papier gehört nun der Vergangenheit an. Davon wird nicht nur Aartsen selbst profitieren, sondern natürlich alle unsere Beziehungen im In- und Ausland. Und wir sind noch lange nicht fertig, denn Fresh ist erst der Anfang, und wir werden in der nächsten Zeit weitere Schritte im IT-Bereich unternehmen.“

Wichtiges Werkzeug beim Bau des neuen ERP-Systems war die Low-Code-Plattform von Thinkwise – nicht nur um die alte Unternehmenssoftware zu ersetzen, sondern auch um die Offline-Prozesse zu automatisieren und so mit einem modernen ERP-System zu einer vollständig papierlosen Organisation werden.

„Unser neues ERP-System Fresh wurde komplett mit Thinkwise modelliert“, erklärt Marcel Hendriks, CFO bei Aartsen. „Mit einem Knopfdruck importieren wir den Zahlungsstatus aller ausstehenden Rechnungen unserer Kunden aus dem Finanzpaket von Exact in Fresh. Es handelt sich um einen vollautomatischen Prozess, so dass vom Benutzer keine manuellen Tätigkeiten mehr erwartet werden. Dadurch wird auch das Risiko von Ungenauigkeiten in den Aufzeichnungen ausgeschlossen.“

Über Aartsen

Der niederländische Großhändler bietet alles, was die Welt an Obst und Gemüse zu bieten hat, und tut alles, um das möglichst frisch an einen der Bestimmungsorte in den Benelux-Ländern oder nach Hongkong zu liefern – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Das mehr als ein Jahrhundert alte Familienunternehmen hat Niederlassungen in Breda, Venlo, St. Katelijne-Waver und Hongkong, beschäftigt mehr als zweihundert Mitarbeiter und verfügt über Lager- und Vertriebsgebäude mit einer Gesamtfläche von 30.000 m². Jede Woche werden mehr als 1.000 Einzelhändler, Gemüsehändler und viele weitere Kunden beliefert.

Bildquelle: Aartsen

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